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Tokaido_Strasse

Die 53 Stationen der Tokaido-Strasse

Die Tokaido-Straße ist etwa 490 Kilometer lang. Sie verbindet Edo, den Regierungssitz im Osten mit Kyoto, der alten Kaiserstadt im Westen. Die Tokaido war die wichtigste der fünf großen Reichsstraßen des vormodernen Japan. (Welche gibt es noch?)

Die 53 Stationen der Tokaido sind das berühmteste Werk Hiroshiges, des Meisters des Monds, des Schnees, des Regens und des Nebels.“

Die Zahl 53 ist eingentlich etwas irreführund, denn tatsächlich besteht die Serie aus insgesamt 55 Drucken. Hinzugezählt werden müssen nämlcih einerseits der Startpunkt in Edo „Nihonbashi“ und die Endstation der Reise, die „Sanjyo-Brücke“ in Kyoto.

Bemerkenswert ist, dass Hiroshige die Tokaido in den vier Jahreszeiten dargestellt hat, obwohl er seine Skizzen alle während seiner Reise im Sommer angefertigt haben muss. Damals konnte eine Reise von einer bis zu vier Wochen dauern, je nach den Wetterverhältnissen.

Entlang der Tokaido gab es mehrere Kontrollstellen, wo die Reisenden und ihr Gepäck genauestens untersucht wurden. Um Aufstände zu verhindern, wurde streng darauf geachtet, dass keine Waffen nach Edo geschafft wurden. Auffällig ist auch, dass 40 der 53 Drucke eine nachmittägliche Szenerie abbilden. Die Serie war während der Edo-Zeit deshalb sehr beliebt, weil die Bilder einer Möglichkeit darstellten, etwas über die Welt außerhalb des kleinen Rahmens, in dem man sich als normaler Bürger nur bewegen durfte zu erfahren.

Perspektive und Schattendarstellung auf seinen Holzschnitten beweisen, dass Hiroshige hauptsächlich vermittels holländischer Kupferstiche Kenntnis von der westlichen Malerei hatte. Alles Europäische erscheint auf seinen Bildern zwar japanisiert, erleichterte aber zweifellos die Rezeption seines Werks in Europa.

Die frühen Maler der Moderne, Pissaro, Monet, Degas, Cezanne, Sisley, Monet und nicht zuletzt van Gogh haben die Kunst von Hiroshige studiert und geschätzt. Van Gogh hat sogar einige Drucke des japanischen Meisters so genau aufgegriffen, dass man den ursprünglichen Holzschnitt erkennen kann. Die Impressionisten hat die Bilder Hiroshiges als künstlerische Rechtfertigung in einer Zeit gehalten, in der sie selbst noch bitter um Anerkennung kämpfen müssen.

 

 

Die Tokaido-Straße

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© Yumetabikoubou

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