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Tokaido 51-55
Minakuchi
Ishibe
Kusatsu
Otsu
Kyoto

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© Yumetabikoubou

Nach 10,7 Kilometern

(51) Minakuchi (1 Honjin, 41 Gasthäuser, 692 Wohnhäuser, 2692 Einwohner)

Hier sieht man die Szene, dass Frauen „Kanpyo“, die hiesige Spezialität verarbeiten. Die Frau in der Mitte schält das Fruchtfleisch einer Winde ganz dünn ab. Ihre zwei Töchter helfen ihr. Eine Tochter mit einem Kind auf dem Rücken trägt eine neue Winde zu ihrer Mutter. Die andere hängt das dünn abgeschälte Fruchtfleisch an den Pfählen auf, um es zu trocknen. Das getrocknete Fruchtfleisch der Winden heißt „Kanpyo“. In Japan kocht man das mit Sojasause und ein bisschen Zucker und verwendet es zum Beispiel zur Zubereitung von „Maki-sushi“. Auf der rechten Seite verarbeitet noch eine Frau „Kanpyo“.

 

Nach 14 Kilometern

(52) Ishibe (2 Honjin, 32 Gasthäuser, 458 Wohnhäuser, 1606 Einwohner)

Im Bild ist ein froße Teehaus in Mekawa zu sehen. Mekawa liegt ein wenig von der Station Ishibe in Richtung Kyoto entfernt. Hier in dem Teehaus serviert man den mit Gemüse gekochten Reis und das gekochte Tofu mit Misosause. Nach der Überlieferung freuten sich viele Reisende auf die Mahlzeit in diesem Teehaus und das Geschäft des Teehauses blühte. In der Edo-Zeit gab es unzählige Gasthäuser, die kein Essen anboten. Die Reisenden, die in solchen Gasthäusern übernachteten, mussten sich um das Essen selbst kümmern. Die Reisende halten ihre Pferde, oder ihre Träger an und essen in solchen Teehäuser eine leichte, schnelle Mahlzeit. Ishibe ist die Station, wo die meisten Reisenden, die sich von Kyoto nach Edo auf den Weg machten, am ersten Abend übernachteten.

 

Nach 11,8 Kilometern

(53) Kusatsu (2 Honjin, 72 Gasthäuser, 586 Wohnhäuser, 2351 Einwohner)

Auf Kusatsu mündete die Tokaido-Straße in der Nakasendo-Straße. Überdies liegt Kusatsu am größten See Japans, dem Biwako-See. Diese Station war immer voll von Leben. Im Bild sieht man ein ziemlich großes Geschäft. Viele Reisende legen eine kleine Pause ein und ein paar Leute stehen an der Theke. Das Geschäft verkauft „Ubagamochi“, eine Art Reiskuchen. Nach Überlieferung machte eine Amme den Kuchen und verkaufte ihn auf der Straße. Die Amme kümmerte sich um ein Kind, dessen Vater und ganz Familie von Oda Nobunaga vernichtet wurde. Sie erfindet diesen Reiskuchen, um das Kind zu versorgen. Im Verlauf der Zeit wurde der Kuchen sehr bekannt und beliebt unter den Reisenden. „Uba“ heißt auf Deutsch „Amme“, „Mochi“ heißt „Reiskuchen“. Rechts des Geschäftes sind zwei Reisende mit einem Bambushut zu sehen. Wenn man an dem Geschäft vorbei, geradeaus geht, erreicht man bald den Biwako-See. In Kusatsu wurde ein von den damaligen Honjin dem ursprünglichen Baustil treu renoviert, es ließ die damalige Situation eines Gasthauses wieder erscheinen.

 

Nach 14,6 Kilometern

(54) Otsu (2 Honjin, 71 Gasthäuser, 3650 Wohnhäuser, 14892 Einwohner)

Eine Station vor dem Ziel, Kyoto. Otsu war damals schon eine große Handelsstadt und in der Anzahl der Einwohner und der Gasthäuser war Otsu der gößte Ort entlang der Tokaido-Straße. Im Bild, auf der linken Seite, sieht man, dass das Wasser herausströmt. Im Laufe der Zeit wurde ein Teehaus direkt neben der Wasserquelle gebaut und lockte die Reisende zur Pause an. Vor der Quelle füllt ein Fischhändler seine Kübel mit dem Wasser, um Fisch frisch zu halten. Das Wasser strömt jetzt nicht mehr heraus, aber der Quellenstein ist immer noch auf der Anlage eines Tempels Gesshin-ji zu sehen. Vor dem Teehaus gehen drei Ochsen mit schweren Reissäcke oder Brennholz vorbei. Wahrscheinlich sind sie auf den Markt unterwegs. Im Hintergrund malte Hiroshige den Berg, Osaka-yama, aber der Berg ist in den späteren Drucken nicht zu sehen.

 

Nach 12 Kilometern

(55) Kyoto (von Edo etwa 500 Kilometer entfernt)

Die Reise, die auf der Brücke „Nihon-bashi“ beginnt, endet hier in Kyoto auch an einer Brücke, der Sanjo-ohashi. Diese schön geformte Brücke überspannt den Fluss, Kamo-gawa, hinter ihr sieht man das Gebirge. Ganz hinten, der in der braunen Farbe gemalte Berg ist Hiei-san, vor ihm der grüne Berg ist der Kiyomizu-yama. Der Tempel, der auf dem Abhang des Kiyomizu-yama liegt, ist der Kiyomizu Tempel. Der andere Tempel, in der Mitte des Bildes zu sehen ist, ist der Tempel Chion-in. Am Flussufer reit ein Haus an das andere. Das ist der Stadtteil Kyotos. Auf der Brücke, wenig rechts von der Mitte, sieht man einen Mann, der einen Gegenstand hat, wie ein auf dem Kopf getragener Besen. Er ist ein Händler, der Teequirle verkauft. Man steckt mehrere Teequirl ins Strohbündel und schnürt Bündel an einer Stange zu. Die Teequirlhändler erscheinen oft in Szenen aus Kyoto. Die jetzige Brücke, die wir im Bild sehen, wurde 1590 erbaut.

 

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