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Tokaido 41-50
Narumi
Miya
Kuwana
Yokkaichi
Ishiyakushi
Shono
Kameyama
Seki
Sakanoshita
Tsuchiyama

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© Yumetabikoubou

Nach 11 Kilometern

(41) Narumi (1 Honjin, 68 Gasthäuser, 847 Wohnhäuser, 3643 Einwohner)

Etwa einen Kilometer vor der Narumi Station liegt das Dorf Arimatsu-mura. Im Bild sieht man zwei ziemlich große Geschäfte in dem Dorf, die gefärbte Stoffe verkaufen. Arimatsu-mura war damals sehr bekannt als Produktionsort für gute gefärbte Stoffe. Viele Leute kamen eigens hierher, um diese Stoffe zu kaufen. Viele Produktionen wurden auch nach Edo an Regierungsbeamte geliefert. Sehr wahrscheinlich sind diese Geschäft im Bild gut in Schwung, weil beide Geschäfte und die angrenzenden Häuser aufwändig und riesig aussehen. Der hiesige gefärbte Stoff gefiel besonders Frauen. Hiroshige malte dementsprechend nur Frauen als Reisende. Hier kann man außerdem wieder sehr schön die verschiedenen Transportarten sehen.

 

Nach 6,6 Kilometern

(42) Miya (2 Honjin, 248 Gasthäuser, 2924 Wohnhäuser, 10342 Einwohner)

Der Station Miya deutet auf den Atsuta-Schrein hin. Dem Atsuta-Schrein wird das Schwert geweiht, das nach Überlieferung ein Held, Yamato Takeru benutzte. In der Edo-Zeit fand eine Feier statt, die „Uma no To“ hieß. Die Feier findet in der Gegenwart nicht mehr statt. Festtag boten die Bürger ihr schönstes Pferd mit vielen Schmucken dekoriert dem Schrein dar. Danach machten die Bürger stets einen großes Wettrennen durch. Alle männlichen Bürger waren nach ihren Wohnbezirken eingeteilt. Alle Gruppen wählten ein Pferd für den Wettbewerb aus und sie versammelten sich an einem bestimmten Ort. Auf einen Signalschrei hin, trieben alle Männer ihre Pferde auf die Schreinanlage und weiter in das Dorf, um sie als erste zum Ziel zu führen. Im Bild sieht man das Wettrennen dargestellt, zwischen einer Gruppe mit blauen Kitteln und einer anderen Gruppe mit rot-weiße Kitteln. Diese Kittel stammten aus dem Dorf Arimatsu. Vor den Pferden sind die Männer, die den Hintern der Pferde wie verrückt peitschten, zu sehen. Reisende, die den Wettbewerb anschauen, spielen nur die Nebenrolle.

 

Nach 28 Kilometern übers Meer

(43) Kuwana (2 Honjin, 120 Gasthäuser, 2544 Wohnhäuser, 8848 Einwohner)

Die Station Kuwana ist von der Station Miya etwa 28 Kilometer entfernt. Hier münden drei relativ große Flüsse (Kiso, Nagara und Ibi) ineinander, deswegen mussten die Reisenden diese Strecke mit einem richtigen Segelschiff überwinden. Im Bild kommen gerade zwei Schiffe an. Auf der rechten Seite steht das Kuwana-Schloss. Die Schiffer holen die Segel ein, aber alle Passagiere bleiben noch sitzen. Um den richtigen Landeplatz zu erreichen, müssen die Schiffer die Schiffe ein bisschen weiter nach links lenken. Von den hohen Wellen wurden sie ein wenig zu weit rechts getrieben. Jetzt haben die Schiffer vor, mit den Rudern die Schiffe auf den Landeplatz zuzusteuern. Über dem Landeplatz steht das erste Torii-Tor von dem Ise-Schrein, obwohl man es im Bild nicht sieht. Das Tor wird immer noch alle 20 Jahre zerstört, um durch ein neues Tor ersetzt zu werden. Wenn man durch dieses Torii-Tor geht, erreicht man die Station Kuwana und wenn man weiter geht, gelangt man zum Ise-Schrein.

 

Nach 12,8 Kilometern

(44) Yokkaichi (2 Honjin, 98 Gasthäuser, 1811 Wohnhäuser, 7114 Einwohner)

Ein Reisender geht mit unsicheren Schritten eine schlichte Brücke hinüber. Der Fluss unter der Brücke ist der Mie-gawa und die Brücke heißt Mitakigawa-bashi. Die Pfähle, die die Brücke stützen, sind ziemlich hoch, die Fußbretter sind dürftig und überdies weht ein starker Wind. Der Reisende beugt sich leicht, um dem Wind Widerstand zu leisten. Auf der linken Seite läuft ein anderer Reisender seinem Bambushut nach, der von dem Wind weggeblasen wurde. Ganz links am Bildrand sind ein paar Dächer zu sehen. Nach der Lage zu urteilen, muss das die Siedlung des Hafens Yotsukaichi sein.

 

Nach 10,9 Kilometern

(45) Ishiyakushi (3 Honjin, 15 Gasthäuser, 241 Wohnhäuser, 991 Einwohner)

Am Ende des Feldwegs befindet sich ein Tempel, der Ishiyakushi-ji Tempel. Nach Urkunden wurde der Tempel zwischen 724 und 729 gegründet. Der Mönch Taicho entdeckte einen riesigen leuchtenden Stein im Wald und er baute einen kleinen Tempel zur Ehrung des Steins gegenüber. Später schnitzte Kukai eine Buddhastatue in den Stein. Die Station streckt sich weit nach rechts aus. Die Dächer hinter den Reisfeldern sind Gasthäuser. Diese Station war eine der kleinsten Stationen auf der ganzen Strecke und die Reisenden übernachteten hier ganz selten, höchstens legten sie hier eine kleine Pause ein.

 

Nach 2,5 Kilometern

(46) Shono (1 Honjin, 15 Gasthäuser, 211 Wohnhäuser, 855 Einwohner)

Das Bild ist ein der bekanntesten Werke Hiroshiges. Shono ist die Station, die zum Schluss im Jahr 1624 eröffnet wurde. Die Station Shono hat nichts mit den Pilgern zu tun, deswegen ist die Station immer ein bisschen verlassen. Die Reisenden, die hier vorbei gehen, übernachten auch nicht oft. Das Wetter wendet sich plötzlich und ehe man sich versieht, fängt es an stark zu regnen. Ein Bauer, der wahrscheinlich bis vor kurzem auf dem Feld arbeitete, eilt nach Hause. Ihm folgend tragen zwei Träger einen Gast in der Sänfte. Um den Gast vor dem Regen zu schützen, decken sie die Sänfte mit einem Regenmantel zu. Hinter dem Regenmantel lässt der Gast sein Gesicht durchblicken. Seine linke Hand wird zur Faust geballt, um nicht von der Sänfte abgeschüttelt zu werden. Auch wenn man in einem Sänfte getragen wird, kann man sich leicht vorstellen, wie hart und unbequem das Reisen gewesen sein musste. Diese Art von Regenmantel fand man sehr praktisch und man benutzte ihn oft. Sein Ursprung war ein Mantel, den die Portugiesen im 16. Jahrhundert trugen, als sie in Japan eintrafen. Die Form wurde den portugiesischen Mantel treu nachgemacht. Aber sein Material (Wollstoff) war in Japan noch sehr teuer und selten, also konnten sich nur die Feudalherrn oder die reichen Geschäftsleute es leisten. Erst in der Edo-Zeit wurden die Mäntel aus Papier, auf das Öl zur Verstärkung geschmiert wurde, verkauft und sie bereiteten sich unter den Bürgern aus.

 

Nach 8 Kilometern

(47) Kameyama (1 Honjin, 21 Gasthäuser, 567 Wohnhäuser, 1549 Einwohner)

Eine Truppe eines Feudalherrn geht in tiefem Schnee weiter. Nach der roten Farbe am Himmel zu urteilen, ist es noch sehr früh morgens. Auf der rechten Seite oben ist ein Schloss im Schnee zu sehen. Das ist das Kameyama-Schloss. Neben dem Schloss sieht man eine hölzerne Tür. Sie ist die westliche Tür des Schlosses. Auf der anderen Seite des Schlosses gibt es noch eine Tür, die östliche Tür. Zwischen den zwei Türen, also auf dem Schlossgelände direkt befindet sich die Station. 

 

Nach 6 Kilometern

(48) Seki (2 Honjin, 42 Gasthäuser, 632 Wohnhäuser, 1942 Einwohner)

Im Bild sieht man die Szene, dass ein Feudalherr und seine Gefolgsleute im Begriff sind, sich auf den Weg zu machen. Es ist noch morgen sehr früh, noch keine Spur der Dämmerung. In der Station übernachteten damals nur der Feudalherr, seine wichtige Gefolgsleute und die hochrangigen Beamte der Regierung in den Gasthäusern, die „Honjin“ genannt wurden. Im Honjin konnten keine bürgerlichen Reisenden übernachten. Überdies waren Honjin meistens kein berufliche Gasthäuser, sondern Privathäuser der hiesigen reichen, angesehenen Samurai. Die Feudalherren sendeten normalerweise im Voraus Briefe, um zu buchen. Die Feudalherren hatten normalerweise eigene Köche bei sich, also brauchte man im Honjin kein Essen zuzubereiten. Wenn ein Honjin Gäste hatte, stellte man ein Schild auf dem der Name des übernachtenden Feudalherrn stand auf und man deckte wie im Bild das ganze Haus mit Vorhängen zu, auf dem das Wappen des Feudalherrn dargestellt war. Wenn manche Gäste wegen des schlechten Wetters oder so spät ankamen und die Anzahl der Gäste die Aufnahmevermögen überschritt, musste eine Lösung unter den Gästen gefunden werden. Der Feudalherr, der einen Tag zu spät ankam, ging zum Beispiel zu einem anderen etwas einfacheren Gasthaus. Für normale Gefolgsleute wurden von Anfang an die etwas einfacheren Gasthäuser gebucht.

 

Nach 6,6 Kilometern

(49) Sakanoshita (3 Honjin, 48 Gasthäuser, 153 Wohnhäuser, 564 Einwohner)

Der Berg ist der Iwane-san, der so genannte Fudesute-yama. Der Berg war voll von Felsen, die seltene und bizarre Formen hatten, von Wasserfällen und von den verkrümmten Kieferbäumen. Einst warf ein bekannter Tuschmaler seine Pinsel in den Berg weg, weil er den Berg nicht so gut zeichnen konnte, wie er wollte. Auf Japanisch heißt ein Pinsel „Fude“, wegwerfen heißt „suteru“. Wegen dieser Überlieferung war der Berg als Fedeste-yama bekannt. In der Tokaido-Straße gab es ab und zu ein Geschäft oder ein einfaches Teehaus unterwegs genau wie jetzige Raststätte. Das Teehaus in den Iwane-san war für die schöne Aussicht des Bergs bekannt und beliebt. Die Gäste sitzen auf den Bänken, manche genießen die schöne Landschaft und andere unterhalten sich. Der allein sitzende Mann schreibt vielleicht einen Brief. Im Vordergrund ist ein Mann zu sehen, der einen Ochsen schleppt, der viele Lasten auf dem Rücken trägt. Der Mann ist wahrscheinlich der Lieferant für das Teehaus.

 

Nach 10 Kilometern

(50) Tsuchiyama (2 Honjin, 44 Gasthäuser, 351 Wohnhäuser, 1505 Einwohner)

Das Gefolge eines Feudalherrn geht über eine Brücke über den Fluss, Tamura-gawa. Der Fluss war nicht groß, aber das Wasser strömt wegen des Regens rasch und gewaltig. In Tsuchiyama regnete es damals wirklich sehr oft und viel. Im Wald, den wir auf der linken Seite sehen, gab es den Tamura-Schrein, der einem Samurai, Sakano ue no Tamuramaro geweiht war. Nach der Überlieferung kämfte der Samurai gegen Geister um dieses Gebiet zu retten. Der Samurai, Sakano ue no Tamuramaro baute im 805 den Kiyomizu-Tempel in Kyoto.

 

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