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Tokaido 21-30
Mariko
Okabe
Fujieda
Shimada
Kanaya
Nissaka
Kakegawa
Fukuroi
Mitsuke
Hamamatsu

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© Yumetabikoubou

Nach 5,6 Kilometern

(21) Mariko (1 Honjin, 24 Gasthäuser, 211 Wohnhäuser, 795 Einwohner)

Hier sieht man ein japanisches Wirtshaus, das Reisenden leichte Mahlzeiten anbietet. Die Spezialität dieses Gebiets ist „Tororo-jiru“, eine Art Soße, die geriebenen Rohen Kartoffeln mit Brühe gekocht wird. Man gibt diese Soße auf Weizenreis drauf und isst es zusammen. Zur allgemeinen Überraschung gibt es auch heute immer noch ein Wirtshaus, das genau so wie auf diesem Bild aussieht. Zwei Reisende machen gerade eine Pause und sie essen die lokale Spezialität. Eine Frau, die ein Kind auf dem Rücken trägt, serviert sie. Der Pflaumenbaum fängt an zu blühen und auf dem Strohdach sind ein paar Vögel zu sehen. Sehr wahrscheinlich deutet die Szene den Frühling an. 

 

Nach 8 Kilometern

(22) Okabe (2 Honjin, 27 Gasthäuser, 478 Wohnhäuser, 2322 Einwohner)

Diese Station erreicht man nach dem steilen Utsunoyama-Passes. Diese Station wurde von Toyotomi Hideyoshi eröffnet. Auf dem schmalen Weg zwischen den steilen Hängen kommen drei Holzfäller entgegen. Vorne gehen zwei Reisende. Man kann sich leicht vorstellen, mit welche großer Mühe sie sich den Weg hinauf kämpfen. Das Wasser des schmalen Flusses Okabe-gawa fließt ziemlich schnell.Diese Station ist eine relativ klein, und in der Edo-Zeit, wenn ein Feudalherr mit vielen Gefolgsleuten hier übernachtete, mussten die Besitzer der Gasthäuser oft nötige Bettbezüge von der nächsten Station ausleihen.

 

Nach 6,6 Kilometern

(23) Fujieda (2 Honjin, 37 Gasthäuser, 1061 Wohnhäuser, 4425 Einwohner)

In diesem Bild ist eine Szene zu sehen, dass eine Trägergruppe ihre Lasten einer anderen Gruppe überlässt. Die erste Truppe trug die Lasten von der nächsten Station, Shimada bis zu dieser Station. Der eine raucht, der andere wischt seinen Rücken mit einem Tuch ab. Die Träger, die bald abreisen müssen, laden die Lasten auf Pferde oder Tragen. Der Mann auf der rechten Seite auf dem Podest ist der Beamte, der diesen Schichtwechsel beobachtet. Der Mann mit dem schwarzen Mantel und dem Bambushut ist ein Samurai, auch er beobachtet die Übergabe des Gepäcks genau. Neben ihm macht ein anderer Mann mit einem mit rechteckigen Muster verzierten Kittel Aufzeichnungen.

 

Nach 8,8 Kilometern

(24) Shimada (3 Honjin, 48 Gasthäuser, 1461 Wohnhäuser, 6727 Einwohner)

Diese Station liegt direkt am Flussufer. Im Bild sieht man, wie der Zug eines Feudalherrn den Fluss Oi-gawa überquert. Der Fluss Oi ist bekannt für seine schnelle Strömung und einer der schwierigsten Passagen auf der ganzen Tokaido-Straße. In der Edo-Zeit war der Fluss Oi etwa 1.3 Kilometer breit. Man kann sich vorstellen, wie schwierig und gefahrvoll es gewesen sein musste, auf die andere Seite zu gelangen. Die Vorhut wird zuerst auf den Schultern getragen und gefolgt von zwei Hochrangigen, die auf Tragbahren getragen werden. Am Flussufer wiegen ein paar Träger die Lasten, weil der Transportpreis sich nach Gewicht und Wasserhöhe richteten. In einer Sänfte wartet der Feudalherr darauf, getragen zu werden.

 

Nach 4 Kilometern

(25) Kanaya (3 Honjin, 51 Gasthäuser, 1004 Wohnhäuser, 4271 Einwohner)

Hier sieht man die gleiche Szene wie bei der Station Shimada, nur in einer etwas anderen Perspektive. Die Vorhut hat den Fluß schon überquert und der Feudalherr wird gerade über den Fluss gebracht. Die Station Kanaya liegt in den Bergen, die im Bild farbig gezeichnet sind. Die dunklen Berge auf dem Bild existieren jedoch nicht. Diese Gegend war bekannt als für ihre Teeproduktion.

 

Nach 6,4 Kilometern

(26) Nitsusaka (1 Honjin, 33 Gasthäuser, 168 Wohnhäuser, 750 Einwohner)

Auf den ersten Blick bemerkt man, wie steil der Hang ist. Dieser Hang, Sayo no Nakayama war einer der schwierigsten Abschnitte. Aber natürlich hat Hiroshige in der Darstellung ziemlich übertrieben. Wenn man den Steilhang herabkommt, erreicht man die Station Nitsusaka. Am Ende des Hangs gibt es einen großen Stein, der die Aufmerksamkeit zweier Reisender weckt. Dieser Stein ist sehr bekannt und wird „Yonaki-ishi“ genannt. Auf dem Stein ist ein kurzes Gebet „Namuami dabutsu“ eingraviert. Nach der Überlieferung wurde eine schwangere Frau an dem Stein getötet. Im Moment ihres Todes kam jedoch ihr Kind auf die Welt. Danach war der Stein von der Seele der Frau besessen. Man kann seitdem den Stein weinen hören. 

 

Nach 6,9 Kilometern

(27) Kakegawa (2 Honjin, 30 Gasthäuser, 960 Wohnhäuser, 3443 Einwohner)

Im Bild ist der Berg Akiba-yama zu sehen. Auf dem Berg befand sich der Akiba-Schrein, der dem Gott geweiht ist, der Brände löscht. Die Brücke heistt Oike-bashi und die geht über den Fluss Futase-gawa. Am Anfang der Brücke gibt es zwei ewige Lampen, die der Akiba-Schrein spendete. Ein Kind blickt an einem Papierdrachen hinauf, der aus seiner Hand glitt. Ein altes Ehepaar, wahrscheinlich Pilger, verbeugt sich vor einem vorüber gehenden Mönch. Neben der Brücke im Reisfeld pflanzen ein paar Bauern Reis. Diese Szene verrät, dass es das Ganze im Frühling spielen muss.

 

Nach 9,6 Kilometern

(28) Fukuroi (3 Honjin, 50 Gasthäuser, 195 Wohnhäuser, 843 Einwohner)

Diese Station liegt ganz in der Mitte der Strecke der Tokaido-Straße. Im Bild ist ein einfacher Teestand zu sehen. Entlang der Straße gab es nicht nur Gasthäuser, sondern auch solche Teestände, in denen man sich erfrischen konnte. Von der Decke hängen ein paar Strohsandalen zum Verkauf, und vor dem Stand macht eine Frau Wasser in einem großen Kessel heiß, um den Gästen Tee zu servieren. Das Reisfeld im Hintergrund ist schon kahl. Die Bauern ernteten den Reis schon ab.

 

Nach 6 Kilometern

(29) Mitsuke (2 Honjin, 56 Gasthäuser, 1029 Wohnhäuser, 3935 Einwohner)

Hier sieht Reisende den Fluss Tenryu-gawa überqueren. Der Tenryu-gawa ist, wie in diesem Bild zu sehen, durch eine breite Sandbank in zwei Teile geteilt. Der vordere Fluss wird der kleine Tenyu genannt und der Flussteil dahinter der große Tenyu. Zwei Schiffer im Vordergrund hatten gerade einen kleinen Trupp übergesetzt und nun fahren die Reisenden mit andern Booten über den großen Tenyu weiter. In einem solchen Boot konnten ungefähr 25 Passagiere Platz finden.

 

Nach 16,7 Kilometern

(30) Hamamatsu (6 Honjin, 94 Gasthäuser, 1622 Wohnhäuser, 5964 Einwohner)

Vier Männer, wahrscheinlich Träger sitzen um ein Feuer, das unter einer Zeder angezündet wurde, um Pause zu machen. Eine allein Reisender zögert, sich den Trägern anzuschließen, aber er zündet sich seine Zigarette bei ihnen an. Der kleine Zedernwald auf der rechten Seite war damals schon bekannt, weil der sechste Ashikaga Shogun, Yoshinori, früher unter diesen Zedern ein Trinkgelage abgehalten und ein kurzes Gedicht verfasst hatte. Das Gedicht ist auf der Anschlagtafel zu sehen. Hinter den Zedern lugt das Hamamatsu-Schloss hervor. Das Schloss, das früher Hikima-Schloss genannt wurde, wurde durch Tokugawa Ieyasu 1601 neu renoviert. Neue Gebäudeteile kamen hinzu. Das Schloss diente als seine Unterkunft in Hamamatsu. Seither entwickelte sich diese Station rasch.

 

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