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Tokaido 11-20
Hakone
Mishima
Numazu
Hara
Yoshiwara
Kanbara
Yui
Okitsu
Ejiri
Fuchu

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© Yumetabikoubou

Nach 16,8 Kilometern

(11) Hakone (6 Honjin, 36 Gasthäuser, 197 Wohnhäuser, 844 Einwohner)

Der Hakone Pass war damals die schwierigste Stelle. Sehr wahrscheinlich musste Hiroshige sich selbst große Mühe geben, um diesen Pass zu überqueren. Seine eigene Erfahrung ließ ihn die Berge so übertrieben steil zeichnen. Man sieht unzählige Bambushüte, die von den Reisenden getragen wurden. Auf der linken Seite sieht man einen See, der Ashinoko-See und hinter den niedrigeren Bergen ist der Berg Fuji mit Schnee zu sehen.

 

Nach 14,8 Kilometern

(12) Mishima (2 Honjin, 75 Gasthäuser, 1025 Wohnhäuser, 4048 Einwohner)

Das Bild zeigt Szene frühmorgens. Der Nebel umhüllt die Welt und der Reisende auf dem Pferd ist eingenickt. Das Torii-Tor in der Mitte ist das Tor des Mishima-Taisha Schreins. In Mishima eine weitere große Straße, die von Norden nach Süden verläuft, auf die Tokaido-Strasse. Deswegen war an diesem Ort stets viel Verkehr.Hiroshige stellte den ganzen Hintergrund als Silhouette dar. Dieser Darstellungsstil wurde in Kyoto entwickelt und wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach Tokyo eingeführt. Dieser spezielle Stil der Maruyama-Schule beeinflusste Hiroshige sehr. 

 

Nach 6 Kilometern

(13) Numazu (3 Honjin, 55 Gasthäuser, 1234 Wohnhäuser, 5346 Einwohner)

Der ruhig dahin fließende Fluss heisst Kano-gawa. Vorne ist eine hölzerne Brücke zu sehen. Wenn man sie überquert, trifft man in der Station Numazu ein. Im Bild herrscht durch den Vollmond eine ausgesprochene Ruhe. Das Mondlicht erhellt die weißen Wände der mit Mörtel beworfenen Speicher. Im Gegensatz zu der hellen weißen rechten Seite benutzte Hiroshige auf der linken Seite zur Darstellung des Waldes eher dunkle Farben, um auf diese Weise ein Gleichgewicht zu wahren.

 

Nach 6 Kilometern

(14) Hara (1 Honjin, 25 Gasthäuser, 398 Wohnhäuser, 1939 Einwohner)

Die rote Farbstreifen am oberen Bildrand deutet an, dass es sich um einen morgendliche Szene handelt. Im Bild werden eine Mutter, die gerade raucht, ihre Tochter und ein Träger dargestellt. Ein paar Kraniche sind außerdem zu erblicken. Hier zeichnete Hiroshige den Berg Fuji größer als den Rahmen, um seine imposante Erscheinung zu unterstreichen. Und um die Schönheit des Bergs Fuji besonders zur Geltung zu bringen, stellt Hiroshige den Ashitaka-Berg als Kontrast daneben. Hara war eine sehr kleine Station, mit wenigen Gasthäusern, aber sie war sehr beliebt, weil man hier eine der schönsten Ausblicke auf den Fuji genießen konnte.

 

Nach 12 Kilometern

(15) Yoshiwara (2 Honjin, 60 Gasthäuser, 653 Wohnhäuser, 2832 Einwohner)

Auf dem gewundenen Weg reiten 3 Kinder auf einem Pferd. Durch die Kieferbäume hindurch lässt sich der Fuji blicken. Von hier aus ist der Fuji vorne auf der linken Seite zu erkennen. Sonst ist er auf der ganzen Reise auf der Tokaido-Straße nur auf der rechten Seite zu sehen. Zwei Kinder schauen ihn mit langem Hals an. Das dritte Kind scheint eingenickt zu sein. Der Fuji in diesem Bild wird auch als der rote Fuji bezeichnet, der in dieser Gestalt oft zwischen dem Ende des Sommers und Herbstanfang zu sehen ist.

 

Nach 11 Kilometern

(16) Kanbara (1 Honjin, 42 Gasthäuser, 509 Wohnhäuser, 2480 Einwohner)

Es schneit ohne Unterbrechung. Die rundum liegenden Berge, die Straße und die ganze Stadt werden mit Schnee umhüllt und es herrscht die vollendete Ruhe. Dieses Bild ist eine der bekanntesten Szenerien in dieser Serie. Ein Mann mit einem blauen Mantel, der einen Schirm halb aufspannt, geht mit ein paar Schuhen, die für die Straßenverhältnisse nicht geeignet sind, ins Dorf. Wohin gehen die beiden Männer mit dem Bambushut und der Regenjacke? Die Farbe ihrer Kleidung, braun, blau und gelb gibt dem eintönigen Bild einen Akzent.Kanbara ist eine relativ milde Region. Darum ist es fast undenkbar, dass es dort so viel schneite. Es war wahrscheinlich einfach Hiroshiges Phantasie, den Ort im Schnee zu zeichnen. 

 

Nach 4 Kilometern

(17) Yui (1 Honjin, 32 Gasthäuser, 160 Wohnhäuser, 713 Einwohner)

Yui war eine kleine Station zwischen Meer und steilen Bergen. Auf der linken Seite oben überblicken zwei Reisende mit Bambushüten den Berg Fuji, der sich deutlich sehen lässt. Der Pass, den sie besteigen, heißt Satta-Pass, er wurde erst um 1655 eröffnet. Vor der Eröffnung musste man unten direkt am Strand den Weg nehmen und viele Leute kamen bei hohem Wellengang ums Leben, weil sie von einer Welle erfasst und ins Meer gezogen wurde. Im Gegensatz zu den zwei Reisenden sehen wir einen Holzfäller mit vielen Hölzern auf dem Rücken, ohne jegliches Interesse an dem Berg Fuji. Wahrscheinlich nimmt er jeden Tag diesen Weg und seine Begeisterung ist schon erlöscht.

 

Nach 9,2 Kilometern

(18) Okitsu (2 Honjin, 34 Gasthäuser, 316 Wohnhäuser, 1668 Einwohner)

Okitsu war nicht nur eine Station der Tokaido-Straße, sondern auch ein wichtiger Stützpunkt für die Pilger, die den Kuon-ji Tempel (den Haupttempel von Nichren-Schule) besuchten. Die Gasthäuser waren deswegen immer sehr gut besucht.Im Bild sind zwei Reisende zu sehen, die von den Trägern über den Flus, Okitsu-gawa getragen werden. Dem Aussehen nach handelt es sich um Sumo-Ringer. Einer muss sich klein machen, um sich in eine Sänfte hineinzudrücken. Der andere sitzt auf einem Pferd etwas bequemer. Weil die beiden Sumo-Ringer jeweils ein Schwert tragen, kann man annehmen, dass sie zu einem Feudalherren gehören. Wahrscheinlich sind sie unterwegs, um an einem Sumo-Wettkampf teilzunehmen. In der Edo-Zeit hielten normalerweise Tempel und Schreine Sumo-Wettkämpfe ab, um sich so zusätzliche Einnahmen zu verschaffen. Zuschauer mussten nämlich ein kleinen Eintritt bezahlen, um den Kampf anzuschauen.

 

Nach 4,2 Kilometern

(19) Ejiri (2 Honjin, 50 Gasthäuser, 1340 Wohnhäuser, 6498 Einwohner)

Ejiri, die jetzige Stadt Shimizu, war in der Edo-Zeit eine wichtige Hafenstadt. Auch im Bild sind viele Schiffe zu sehen. In der Mitte, von rechts nach links breitet sich eine schmale Sandbank aus, die Miho-Sandbank. Sie ist mit Kiefern bewaldet und als ein schöner Aussichtspunkt bekannt, von dem aus man gut den Fuji betrachten kann. Hier in diesem Bild wird kein Mensch deutlich gezeichnet, außer ein paar schwarzen Silhouetten der Schiffer.

 

Nach 10,5 Kilometern

(20) Fuchu (2 Honjin, 43 Gasthäuser, 3673 Wohnhäuser, 14071 Einwohner)

Fuchu war die Station, die am Fuß des Schlosses Sumpu lag. Tokugawa Ieyasu wohnte seit 1607 in diesem Schloss, nachdem er seinem Sohn seinen Posten überlassen hatte. Im Bild sind viele Reisende zu erkennen, die den Fluss Abe-gawa überqueren. Am rechten unteren Bildrand werden drei Frauen auf drei verschiedene Arten getragen. In einer Sänfte, auf den Schultern eines Trägers und auf einer Tragbahre. Die Kosten des Tragens waren je nach Art unterschiedlich. Von der anderen Seite, gehen Männer, die nur einen Lendengürtel tragen, über den Fluss. Das Pferd beladen mit viel Gepäck stemmt sich gegen das Wasser mit einem hochgezogenen Vorderlauf.

 

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