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Tofuku-ji

Tofuku-j

Der Tofuku-ji ist ein Rinzai-Zen-Tempel, einer der Fünf Großen Tempel Kyotos.

Ursprünglich gab es auf dem heutigen Tempelgelände einen anderen Tempel, der 924 von Fujiwara no Tadahira errichtet worden war. Im Jahr 1236 aber schlug ein Nachfolger der Fujiwaras, Kujyo Michiie, vor, einen großen, anderen Tempel auf dem gleichen Gelände aufzubauen, um ihn einer etwa 15 Meter hohen Buddha-Statue zu weihen. Kujyo Michiie hoffte, dass dieser Tempel groß und blühend wird und er nannte ihn Tofuku-ji. Der Name Tofuku-ji leitet sich ab vom To des Todai-ji in Nara, der ja sehr groß war, und vom Fuku des Kofuku-ji, der sehr beliebt war.

Der Bau des Tofuku-ji dauerte von 1236 bis 1255. Im Jahr 1243 wurde der Mönch Enni (1202-1280) zum ersten Hauptpriester ernannt.            Das Tempelgelände wurde oft von Feuern heimgesucht und es gibt kein Gebäude, das nicht mindestens einmal ein Opfer der Flammen geworden war. Aber der Tempel wurde jedes Mal durch die Unterstützung von Kujyo Familie, dem Ashikaga- und Tokugawa-Schogunat wieder aufgebaut. Das letzte große Feuer im Jahr 1881 machte erneut Wiederaufbaumaßnamen nötig, die 1934 abgeschlossen wurden. Die 15 Meter große Buddha-Statue, die der Anlass der Gründung dieses Tempels war, verbrannte 1881, nur ihre 2 Meter lange Hand ist immer noch vorhanden.

Es gibt auf dem riesigen, weiten Gelände insgesamt 25 Türme und Gebäude, die meisten von ihnen wurden zum Kulturerbe erhoben. Der Tempel bietet ein selten gewordenes Beispiel früher Zen-Archtektur, überall finden sich zahlreiche kleine Moos-, Stein- und Sandgärten.

Während des Kriegs mit Russland (1904-1905) wurde der Tempel zweck entfremdet und als russisches Gefangenenlager benutzt.

Der Tofuku-ji ist, außer im Herbst, wenn die Ahornbäume ihr farbenprächtiges Blätterkleid anlegen, nicht von Touristen überlaufen.

 

Das Sanmon-Tor:

Das Haupttor dieses Tempels ist zweigeschossig und hat ein doppeltes Dach. Das im Irimoya-Stil gebaute Tor wurde von 1394 bis 1428 von Ashikaga Yoshimochi wieder aufgebaut. Damit ist das Tor das älteste Zen-Tempel Tor Japans. Rechts und links vom Tor schließen sich kleine Korridore an. Wenn man die Treppe zum ersten Geschoss hoch geht, sind eine Statue des Shaka-nyorai und 16 Rakan-Figuren zu bewundern. Auf der vorderen Seite des Raums ist eine wunderschöne Kalligrafie von Ashikaga Yoshimochi zu sehen. Die Bilder in diesem Raum sind das Werk von Mincho (1352-1431). 1952 wurde das Tor zum nationalen Kulturgut erklärt.

Tosu (Die frühere Toilette der Mönche):

Wenn man durch das Sannon-Tor kommt, befindet sich das Gebäude auf der linken Seite. Das 35 Meter lange schmale Gebäude ist ein einzigartiges Beispiel der Toilettenanlage des Zen-Tempels während der Muromachi-Zeit (1333-) Auf die Toilette zu gehen wurde auch als Teil der Zen-Übung betrachtet und es gab damals eine feste Etikette dafür.

Hondo (die Haupthalle):

Das ursprüngliche Gebäude wurde 1881 durch einen Brand zerstört. Die jetzige Haupthalle wurde von 1917 bis 1934 wieder aufgebaut. Mit der Breite von 41,4 Meter und einer Höhe von 25,5 Metern ist diese Haupthalle das größte hölzerne Gebäude aus Showa-Zeit (1926-1989). Der Baustil ist im Irimoya-Stil. Das Deckengemälde, das einen Drache darstellt, wurde von Domoto Insho (1891-1975) geschaffen. Der Drache ist 54 Meter lang und sein Umfang beträgt 6,2 Meter. Die drei Shaka-Figuren stammen aus der Kamakura-Zeit (1190-1333).

Zendo (die Meditationshalle):

Diese Halle stammt aus dem Jahr 1347, damit ist sie die größte und älteste Meditationshalle Japans.

Houjo (Der Wohnbereich des Hauptpriesters):

Das Gebäude wurde im Jahr 1890 wieder neu aufgebaut. Rund um das Gebäude wurden vier Gärten angelegt. Alle Gärten wurden 1938 von Shigemori Mirei, einem bekannten modernen Gartenarchitekten gestaltet.

Süd: 693 Quadratmeter groß. Vier riesige Steine, die vier Insel darstellen und das wellenförmig gefegte Sandfeld stellen zusammen eine Welt des göttlichen Wesens.

Nord: Der bekannteste der vier Gärten.

Um diesen Garten werden Azalee gepflanzt und er ist mit viereckigen Pflastern und Mörenpflastern schachbrettartig angelegt.

 Tsutenkyo-Brücke:

Diese Brücke überspannt die Bergschlucht zwischen der Haupthalle und der Kaizanhalle. Im Jahr 1380 ließ der Mönch Shunokumyoha diese Brücke bauen, um nicht jedes Mal durch das Tal gehen zu müssen. Am Eingang der Brücke ist das Zeichen „Tsutenkyo“ zu sehen, das von Schunokmyoha selbst stammt. Diese Brücke wurde einer Brücke in China, der „Kinzan“_ Brücke nachgebildet. Die jetzige Brücke wurde 1961 wieder aufgebaut, nachdem die frühere Brücke durch einen Taifun 1959 zerstört wurde.

Die Bergschlucht, die Sengyokukan heißt, ist mit Ahornbäumen bepflanzt. Sie wurden nach der Überlieferung von dem ersten Hauptpriester Enni aus China mitgebracht und sie werden „Tuten-Ahorn“ genannt. Über 2000 Ahornbäume färben sich im Herbst goldgelb und locken viele Besucher in den Tempel.

Kaizando-Halle:

Wenn man über die Tsutenkyo-Brücke geht, erreicht man die Kaizando-Halle. In diesem Gebäude wird die Statue des ersten Hauptpriester Ennis ausgestellt. Das frühere Gebäude wurde 1819 in einem Feuer zerstört und das jetzige Gebäude wurde von 1823 bis 1826 wieder aufgebaut. Diese Halle wurde in einem interessanten Baustil gebaut, nur in der Mitte des Dachs wurde sie zweistöckig errichtet. Von dieser Halle aus hat man einen sehr schönen Blick auf einen Garten

Neben dieser Halle, befindet sich ein Gebäude im Sinden-Stil. Es wird Fumon-in genannt. In diesem Gebäude wohnte der erste Hauptpriester Enni. Der Innenraum ist in 3 Teile geteilt und auf allen Schiebetüren sind sehr schöne Gemälde aus der Momoyama-Zeit und der Edo-Zeit zu sehen.

Vor den beiden Gebäuden befindet sich ein Wandelgarten. Wenn man auf dem Weg zur Kaizando-Halle geht, findet man einen Trockengarten. Der Garten ist 330 Quadratmeter groß und ein paar Steine, die zwei Insel darstellen, sind dort angelegt, das Sandfeld wird im Karomuster gerecht. Der Garten ist als Zen-Garten aus der Edo-Zeit sehr bekannt.

 

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© Yumetabikoubou

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Das Sanmon-Tor

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Die Haupthalle mit Garten

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Die Haupthalle: berühmte Ansicht

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Muster im Garten

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Die Tsutenkyo-Brücke

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