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Tempura

Tempura

Tempura ist eine typische Zubereitungsart fritierter Speisen. Es ist unentbehrlich bei Festessen wie dem „Kaiseki“. Diese Speiseart passt am besten zu allen Sorten Gemüse und Fisch. In Japan wird traditionell nur sehr selten Fleisch in dieser Art zubereitet.

Gemüse und Fische werden mit einem Teigmantel, der aus Weizenmehl, Ei und kaltem Wasser besteht, in heißem Öl (ab 160 Grad, je nach den Zutaten) fritiert.

Tempura wurde im 16. Jahrhundert durch die portugiesischen Jesuiten-Missionare nach Japan eingeführt. Sie aßen damals in Japan viel Fisch, der auf diese Weise frittiert wurde. Das moderne Tempura ist nicht mehr ganz identisch mit der ursprünglichen Speiseart.

Über die Ableitung des Worts „Tempura“ gibt es verschiedene Theorien. Sicher ist, dass es aus dem Portugiesischen stammt:

1. Tempora: in Portugiesisch, Spanisch und Italienisch bedeutet „Fastenzeit“.

2. Temporas: in Portugiesisch bedeutet „ Fasten“.

3.Temperar: in Portugiesisch bedeutet „die Zutaten in Öl frittieren und etwas härter machen“.

4.Tempero: in Portugiesisch bedeutet „Gewürz“.

 

Tempura verbreitete sich zuerst in Kyushu, dem südlichem Japan, wo es den Ausländern zu wohnen erlaubt war. In der Edo-Zeit (1603-1868) wurden nur Fische auf diese Art zubereitet und Tempura genannt. Tempura wurde damals an Ständen an der Straße verkauft. Es war also eine Art Fast-Food. Im Lauf der Zeit wurde Tempura aber stark verfeinert und es wurde zu einem eleganteren Gericht.

 

Rezept für Tempura (für 4 Personen)

<Zutaten>

  • Kaltes Wasser 200 ml (es muss unbedingt kalt sein)
  • Weizenmehl 150g (besser, das Mehl auch im Kühlschrank auskühlen lassen)
  • 1 Ei
  • nach Geschmack 2 Teelöffel Backpulver (damit wird der Mantel knuspriger)
  • Öl (Pflanzliches Öl)

 

<Zubereitung>

  • Gemüse und Fische zubereiten. Waschen und klein schneiden.
  • In einer Schüssel Weizenmehl mit Backpulver mischen.
  • Wasser und Eier auch in die Schüssel hinein tun und ganz leicht rühren.(Achtung! Man darf nicht zu viel rühren. Wenn das Pulver nicht ganz gelöst ist, ist es auch in Ordnung. Wenn man zu lang rührt, wird der Teigmantel sehr matschig.)
  • Über Gemüse und Fische ein bisschen Weizenpulver extra streuen.
  • Die Schüssel mit dem Teig in kaltes Wasser stellen, um den Mantelteig kühl zu halten.
  • Gemüse und Fische in der Schüssel kurz eintauchen und sie in das Öl rutschen lassen. Für Gemüse muss die Öltemperatur etwa 160~180 Grad heiß sein, und für Fische muss die Temperatur etwas höher liegen (um 200 Grad).
  • Etwa 2~3 Minuten beide Seiten fritieren.

 

Zum Frittieren benutzt man am besten einen Wok oder einen tiefen Topf, und es sollte reichlich Öl hineingetan werden, mindestens bis über die Hälfte der Höhe des Woks oder Topfs.

Wenn das Öl heiß genug ist, dann lässt man das Gemüse und die Fische ins Öl hinein gleiten. Bitte etwas Geduld, nicht sofort wenden, sondern nach etwa einer Minute wendet man die Zutaten.

Tipp 1: Besser frittiert man zuerst das Gemüse, dann die Fische. Man sollte nicht zu viele Zutaten gleichzeitig in den Topf geben. Die Zutaten dürfen nur ein Drittel der Oberfläche des Topfes belegen, um die Öltemperatur gleichmäßig zu halten.

Tipp 2: Tempura sollte sofort nach der Zubereitung gegessen werden.

Tipp 3: Tempura wird normalerweise entweder mit Salz, Zitronesaft, Sojasoße oder mit Tempurasoße verzehrt. Tempurasoße kann man in japanischen Geschäften kaufen.

Aber wenn man die Soße selber machen möchte, geht das so:

5cm mal 5cm groß getrockneten Riementang in 400 ml Wasser geben und eine Stunde warten. Den Riementang herausnehmen und das Wasser kochen lassen. Wenn das Wasser kocht, getrockneten Bonito (10g) hinein geben und eine Minute weiter kochen lassen. Vom Herd nehmen und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Das Wasser durch einen Sieb gießen. 100ml Mirin und 100ml Sojasoße hinzufügen und noch mal kochen lassen. Nach Geschmack kann man geriebenen Rettich hinein geben.

Tipp 4: Wenn man zu viel Tempura fritiert hat, braucht man sich keine Sorge zu machen. Man kann das übrig gebliebene Tempura in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag oder zwei Tage später ohne Problem essen. Wenn man Tempura nicht frisch isst, kann man die Tempurasoße etwas erwärmen und das Tempura in die Soße hineintun und kurz kochen. In der Soße gekochtes Tempura kann man auf Reis legen und essen. Dieses Gericht nennt man Tendon.

 

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© Yumetabikoubou

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