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Ryokan

Ryokan

Als Ryokan bezeichnet man die traditionellen, japanischen Gasthöfe. Derzeitig gibt es etwa 75000 Ryokan in Japan. Manche Ryokan sind ganz klassisch-traditionell, andere sind eher modern eingerichtet. Erstere tragen meistens ganz bewusst den Naamen „Ryokan“, letztere nennen sich „Hotel“, obwohl auch sie im Ryokan-stil gestaltet sind.

Was ist typisch für ein Ryokan?

Beim Einchecken tauscht man seine Straßen-Schuhe in der Empfangshalle gegen ein paar Pantoffeln aus. Bewegt man sich in den öffentlichen Räumen im Hotel trägt man ab sofort nur diese Pantoffeln. Man muss sie aber beim Betreten seines Zimmers vor der Tür stehen lassen.

Oft wird man von der Besitzerin oder Managerin (Okami-san), die in der Regel einen japanischen Kimono trägt, direkt begrüßt, manchmal beim Einchecken oder beim Abendessen. Sie ist normalerweise in einem Ryokan die verantwortliche Person, die sich um das Wohl der Gäste kümmert.

Nach dem Einchecken wird man zum Zimmer geführt. Dort lernt man die Frau kennen, die einen während des gesamten Aufenthalts etwa bei den Mahlzeiten bedient. Sie stellt sich den Gästen beim Servieren des Begrüßungstees im Zimmer vor. Dabei erklärt sie die Besonderheiten des Ryokan, zum Beispiel, wo sich das öffentliche Bad befindet, wann die Mahlzeiten eingenommen werden können, usw.

Die Zimmer sind üblicher Weise mit Tatamimatten ausgelegt. Es gibt unterschiedlichen Zimmergrößen, aber normalerweise sind die Zimmer sehr geräumig. Einzelzimmer gibt es nur ganz selten. Weil man auf Futon-Matratzen schläft, die je nach Bedarf hergerichtet werden, ist die Belegung der Zimmer ziemlich flexibel. 2 bis 6 Personen können in einem Zimmer schlafen. Die Futon-Matratzen und der Bettbezug sind tagsüber in Schränken verstaut und werden abends nach dem Abendessen vom Personal ausgebreitet.

Im Zimmer gibt es in einer Ecke ein Tokonoma (Alkoven), der oft ein Rollbild und ein Blumenstecken enthält. Japaner halten den Tokonoma für einen sehr ehrenvollen Ort, deshalb sollte man dort keine Koffer abstellen. Es gibt einen niedrigen Tisch mit Kissen und Klappstühlen. Außerdem gibt es im Zimmer im allgemeinen Fernseher und Telefon und ein eigenes Bad. 

Normalerweise werden im Zimmer für Gäste Yukatas vorbereitet. Ein Yukata ist ein Hauskimono, der aus Baumwolle besteht. Die meisten Japaner tragen den Yukata während des ganzen Aufenthalts im Ryokan, man schläft auch darin.

In Onsengebieten (heißen Quellengebieten) trägt man den Yukata sogar außerhalb des Ryokans bei einem Sapziergang. Dazu schlüpft man in Holzschuhe (Geta), die am Ryokan-Eingang bereit stehen Wenn es etwas kühl ist, kann man auch eine leichte Jacke über den Yukat ziehen. Sich den ganzen Tag im Yukata bewegen zu können ist für Japaner eine ganz wundervolle Entspannung. Wenn Sie einen Yukata tragen, dann schlagen Sie bei Ihrem Yukata die linke Seite über die rechte. Danach halten Sie den Yukata mit einem Gürtel zusammen.

Die Besonderheit eines Ryokans ist das große Gemeinschaftsbad. Für Japaner der ideale Ort, sich zu entspannen.Wenn das Ryokan in einem Onsengebiet (Onsen=heiße Quelle) liegt, sind die Bäder sehr wahrscheinlich mit Thermalwasser gefüllt.

 

Wie badet man richtig?

1: Sie sollten sich gründlich abspülen, bevor Sie in die Bäder steigen.

Das Badewasser soll für alle anderen Gäste sauber gehalten werden. Also sollten Sie Ihren Körper und Ihre Haare außerhalb des Bades waschen und allen Schaum komplett abspülen. Das Badewasser dient nur der Entspannung, nicht der Reinigung.

2: Die Wassertemperatur ist meistens höher als das Thermalwasser in Deutschland. Deswegen sollten Sie langsam ins Wasser gehen. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Herz haben oder hohen Blutdruck, ist das Baden im Onsen nicht zu empfehlen.

3: Sie sollen nicht zu lang im Badewasser bleiben.

Weil die Wassertemperatur normalerweise höher als die Körpertemperatur ist, dürfen Sie nicht sehr lang im Wasser bleiben. Japaner sind von Kind an daran gewöhnt, in heißem Wasser zu baden, deswegen halten sie es ohne Probleme viel länger aus. Ich empfehle Ihnen: Folgen Sie Ihrem Gefühl.

4: Nach dem Baden duscht man sich in der Regel nicht ab.

Viele Japaner denken, wenn man nach dem Baden den Körper abspült, verliert das Thermalwasser seine Wirkung.

5: Nach dem Baden sollten Sie sich gut ausruhen.

 

Das Essen wird meistens in Ihrem Zimmer von ihrer persönlichen Bedienung serviert.

Die meisten Ryokan bieten eine sehr hochwertige Küche. Das Abendessen wird oft im Kaiseki-Stil serviert, das Frühstück ist in dem ganz japanischen Stil. Der Preis enthält meistens Frühstück und Abendessen.

 

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© Yumetabikoubou

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