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Ninna-ji

Ninna-ji

Der Ninna-ji ist der Haupttempel der Omuro Partei der Shingon-Schule.

Der Gründer und der erste Priester des Tempels, Kaiser Uda (867-931) ließ auf der Tempelanlage seinen eigenen Palast errichten, den er auch bewohnte. Aus diesem Grund wird der Ninna-ji traditionell auch Omuro-gosho (Omuro Palast) genannt.

Im Jahr 886 befahl Kaiser Koko die Gründung eines Tempels, um zur Entfaltung des Buddhismus beizutragen. Zwei Jahre später starb er aber ohne dass der Tempel vollendet war; Kaiser Uda führte dan Plan schließlich fort. Der Tempel wurde 888 fertig gestellt. An Anfang wurde er „Nishiyama-gogan-ji“ genannt, aber später wurde sein Name zu „Ninnna-ji“ geändert. „Ninna“ kam vom Name der Ära her, in der der Tempel gebaut wurde. Nach seiner Abdankung im Jahr 897 trat Kaiser Uda als Mönch in den Ninna-ji ein, und begründete damit eine lange Tradition, die den Tempel bis 1868 eng an den Kaiserhof band. Das höchste Priesteramt im Ninna-ji wurde ohne Ausnahme von einem kaiserlichen Prinz überenommen. Im Jahr 1867 legte der dreißigste Priester Sumihito die Kutte ab, damit endete die Tradition Mitgliedern der kaiserlichen Familie das höchste Priesteramt zu übertragen.

Seit seiner Gründung bis zum Ende der Kamakura-Zeit (1185-1333) blühte der Ninna-ji dank der Ehrerbietung durch das Kaiserhaus und die Unterstützung einflussreicher Adliger. Damals hatte er etwa 70 Zweigtempel unter sich.

In der Muromachi-Zeit (1334- ) verloren die Adlige immer mehr an Macht, da das Shogunat und die Kriegerkaste immer mehr an Einfluss gewann. Damit büßte auch der Ninna-ji an Macht ein. Überdies wurde er im Onin-Krieg (1467-1477) vollständig zerstört.

Etwa 150 Jahre später ließ der dritte Shogun Tokugawas, Iemitsu (1604-1651) den Ninna-ji rekonstruieren. In der gleichen Zeitspanne wurde der Kaiserpalast in Kyoto auch wieder aufgebaut. Anlässlich dieses Wiederaufbaus wurden ein paar Gebäude, die früher auf der Anlage des Kaiserpalasts lagen, auf die Tempelanlage des Ninna-ji versetzt.

1994 wurde der Ninna-ji von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. 

Die gegenwärtigen Gebäude stammen ausnahmslos aus dem 17. bis zum19. Jahrhundert.

Das Niomon-Tor: Das prachtvolle Tor ist der Eingang des Tempels. Das Tor wird von zwei Nio-Wächter flankiert, deswegen nennt man es Niomon-Tor. Das jetzige Tor wurde zwischen 1637 und 1644 aufgebaut. Das Niomon-Tor zählt zu einem der drei schönste Tore in Kyoto, zusammen mit dem Tor des Chion-in und des Nanzen-ji.

Die Kondo-Halle: Kondo ist als Muster des Shinden Stils sehr wichtig und hoch geschätzt. Ursprünglich gehörte das Gebäude zum Kaiserpalast in Kyoto.

Die Shishinden-Halle des Kaiserpalastes, wo man Zeremonien abhielt, wurde 1613 aufgebaut und wurde von Iemitsu zwischen 1624 und 1644 auf das Gelände des Ninna-ji versetzt. Um die Palasthalle zu einer Halle, wo man den Hauptschatz unterbrachte, umzubauen, wurde das frühere Schilfdach durch ein Ziegeldach ersetzt. Die Amida-Trias, die dem Ninna-ji geweiht sind, befand sich in dieser Halle. Die Amida-Trias, die jetzt in dieser Halle ausgestellt ist, stammt aus der Edo-Zeit. Die ursprüngliche Amida-Trias kann man im Schatzhaus sehen. Die Kondo-Halle und diese Amida-Holzstatuen sind Nationalschätze Japans.

Die fünfstöckige Pagode: Sie befindet sich hinter dem mittleren Tor. Die Pagode wurde im Jahr 1644 aufgebaut. Anders als die Pagode, die früher aufgebaut wurden, haben alle Etagen gleichweit ausladende Dachkonstruktionen. Ihre Höhe beträgt 36 Meter und ihre Konstruktionsweise lässt sie schlanker als die der früheren Epoche wirken. 

Die Mikagedo-Halle: Das Gebäude wurde mit Bauhölzern aufgebaut, die früher für den Bau der Seiryoden-Halle des Kaiserpalastes in Kyoto benutzt worden waren. Mikagedo ist fast quadratisch mit 10 Meter Seitenlänge und hat ein elegantes Schilfdach. Der Gründer der Shingon-Schule, Kukai (774-835) und der erste Priester, Kaiser Uda sind der Halle geweiht. 

Omuro-zakura (Omuro-Kirschbäume): Bei der Gründung des Tempels im Jahr 888 wurden zahlreiche Kirschbäume gepflanzt. Aber nach dem Onin-Krieg lag die ganze Tempelanlage in Schutt und Asche, und damit auch alle Kirschbäume. Anfang des 17. Jahrhundert pflanzte Iemitsu beim Wiederaufbau des Tempels auch die Kirschbäume neu, deren Schönheit wir jetzt genießen können. Etwa 200 Kirschbäume, in verschiedenen Arten, sind 2 bis 3 Meter hoch, viel niedriger als normale Kirschbäume. Sie blühen viel später als die anderen. In der Jahreszeit, in der man zur Blütenschau geht, ist das Gelände des Ninna-ji mehr als voll.

Ninna-ji Goten: Goten heißt eigentlich „Palast“. Zwischen dem Niomon-Tor und dem mittleren Tor befindet sich dieser Gebäudekomplex, der ein viertel der Größe von der Tempelanlage einnimmt. Früher gab es hier den Palast für den ersten Priester, Kaiser Uda. Jetzt besteht der Ninna-ji Goten aus ein paar Gebäuden, einem Tor und zwei Gärten mit zwei Teehäusern.Goten: In dem Gebäude wohnt immer noch der höchste Priester. Um das Gebäude ist ein Wandelgarten angelegt. Goten wurde auch Anfang der Edo-Zeit (1603-1867) vom Kaiserpalast nach Kyoto verlegt. Aber das Gebäude verbrannte im Jahr 1887. Das jetzige Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut.

Shinden: Das höchst geschätzte Gebäude von diesem Baukomplex. In dem Gebäude, das aus 3 Zimmern besteht, wohnten früher die Mönche. Jetzt wird es für Zeremonien und Veranstaltungen benutzt. Der Baustil ist der Shoin-Stil aus der Momoyama-Zeit. Das jetzige Gebäude wurde im Jahr 1914 fertig gestellt.

Hakushoin: „Haku“ heißt „Weiß“. Ursprünglich wurde das Gebäude aus weißen Hölzern gebaut, deswegen hat das Gebäude den Namen. Das Gebäude diente inoffiziellen Empfängen. Die Schiebetüren der drei Zimmer sind alle Abboldungen von Kiefern verziert.

Der Garten (auf der nördlichen Seite vom Goten): In diesem Garten gibt es zwei sehr geschmackvolle Teehäuser.

(1)Hitou-tei: Das Teehaus wurde Ende der Edo-Zeit nach dem Geschmack des Kaiser Kokaku aufgebaut. Der ganze Weg zu diesem Teehaus ist mit sehr gut gepflegtem Moos bedeckt und er vergrößert die Eleganz des Hauses. 

(2)Roukaku-tei: Das Teehaus wurde von einem Grundstück von einem bekannten Maler der Edo-Zeit, Ogata Korin (1658-1716) in den Tempel verlegt.

Der Garten wurde in der Kamakura-Zeit angelegt, aber er wurde in der mittleren Edo-Zeit grundlegend umgestaltet.

 

Auf dem Berg dahinter findet man die 88-Tempelwallfahrt von Omuro. Die 88 Tempel der berühmten Wallfahrt von Shikoku sind hier en miniature nachgebildet. Die „Omuro-Wallfahrt“, die etwa 3 Kilometer beträgt, kann man in rund zwei Stunden schaffen.

 

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© Yumetabikoubou

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