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Muromachi

Die Muromachi-Zeit (1333-1573)

Die Muromachi-Zeit ist auch unter dem Begriff Ashikaga-Zeit bekannt. Während der Kamakura-Periode übernahm die Familie Hojo mehr und mehr die Macht und führte die Regierungsgeschäfte.

Ein Grund für den Niedergang des Kamakura-Regimes lag mit Sicherheit in den Mongolenkriegen. Die erfolgreiche Niederschlagung der Mongoleninvasion führte erhebliche finanzielle Belastungen für das ganze Land und seine lokalen Fürstentümer mit sich. Darüber hinaus beanspruchten die buddhistischen Klöster einen erheblichen Erfolgsanteil für sich. Sie behaupteten nämlich, dass das beständige Beten der Sutren zur schliesslichen Zerschlagung des Feindes führte. Tatsächlich kam den japanischen Truppen ein Taifun zur Hilfe, der den Untergang eines grossen Teils der mongolischen Flotte zur Folge hatte.

Unmittelbarer Anlass für den Niedergang des Kamakura-Shogunats war der dilettantisch ausgeführte Versuch des Kaisers Go-Daigo, den Shogun militärisch zu stürzen. Der Versuch scheiterte kläglich und Go-Daigo wurde 1331 auf die Insel Oki verbannt worden. Aber sein Aufbegehren gegen das Shōgunat blieb nicht ohne Folgen. Viele militärisch bedeutende Gouverneurs-Familien, jetzt auch Daimyo genannt, (allen voran die Ashikaga und die Nitta) strebten den Sturz des Kamakura-Bakufu an. Als Go-Daigo 1332 aus der Haft auf Oki fliehen konnte, waren diese Familien bereit ihn zu unterstützen.

1333 eroberte Ashikaga Takauji Kyōto, eine von Nitta Yoshisada angeführte Armee eroberte Kamakura und vernichtete die Familie der Hōjō. Nach diesen Erfolgen regierte Go-Daigo von 1334-1336 in Kyōto. Im Zuge der Kemmu-Restauration (benannt nach dem legendären Kaiser Kemmu) versuchte er nun die Kaiserherrschaft wieder zu etablieren. In diesem Bestreben ernannte er seinen Sohn Morinaga zum Shōgun und belohnte Angehörige des Hofadels mit Titeln und Lehen. Die verbündeten Kriegerfamilien erhielten eine eher spärliche Entschädigung und sahen sich zunehmend durch das erstarkte Kaisertum von der Macht ausgeschlossen.

So war es kein Wunder, dass nach und nach erhebliche Differenzen zwischen dem Kaiser und den Kriegerfamilien entstanden. Diese entluden sich kriegerisch, als Ashikaga Takauji 1336 Go-Daigo aus Kyōto vertrieb und den Prinzen Toyohito als ihm genehmen Kaiser einsetzte. Die Macht lag fortan in den Händen der Ashikaga.

Der Konflikt war damit aber noch nicht beendet. Go-Daigo und seine Anhänger verschanzten sich bei Nara und hielten am Anspruch auf das Kaisersamt fest. Dieser Konflikt, auch der Kampf zwischen Nord- und Südhof genannt, spaltete die kaiserliche Dynastie in zwei Linien. Erst im Jahr 1392 endete dieses Schisma mit der Aufgabe von Go-Daigos Nachfolger.

Das Ashikaga-Shōgunat verlegte die Hauptstadt von Kamakura nach Kyōto, in den Stadtteil Muromachi. Das ist der Grund, warum diese Periode Muromachi-Zeit genannt wurde. Der Hofadel wurde erneut vom politischen Geschehen ausgeschlossen. Die Reste kaiserlicher Verwaltung gingen im militärischen Verwaltungssystem des Bakufu auf. Anders als das Kamakura-Bakufu erreichten die Ashikaga aber keine vollständige Kontrolle mehr über das Land.

In den unruhigen Zeiten der Kemmu-Restauration war viel Macht an die lokalen Herrscher abgeflossen. Die Ashikaga regierten eine Koalition mächtiger Vasallen von fragwürdiger Loyalität. Unter der Herrschaft von Ashikaga Yoshimitsu (1358-1408) gelangte das Ashikaga-Shōgunat zu seiner größten Macht. Yoshimitsu wurde von den Kaisern der chinesischen Ming-Dynastie anerkannt, er errichtete Prachtbauten und führte das Leben eines Monarchen. Die nachfolgenden Ashikaga-Shōgune büßten beständig an Macht ein. Unter dem achten Ashikaga-Shōgun Yoshimasa (1443-1473) brach das politische System schließlich zusammen. Aufstände und eine Finanzmisere schwächten das Shōgunat. Die mächtigen Vasallenfamilien kämpften im Ōnin-Krieg (1467-1477) um die Macht. Der zehnjährige Konflikt hatte keine echten Sieger. Am Ende lag Kyōto, ebenso wie die zentralstaatliche Ordnung, in Trümmern. Japan trat in eine lange Zeit des Unfriedens ein, die Zeit der kämpfenden Staaten (Sengoku jidai).

(teilweise entnommen aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Muromachi-Zeit)

 

© Yumetabikoubou

Yoshimitsu_Ashikaga

Yoshimitsu Ashikaga, der dritte Shogun der Ashokaga Familie

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