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Kinkaku-ji

Kinkaku-ji

Der goldene Pavillon selbst wird „Kinkaku“ und samt allen anderen Gebäuden „Kinkaku-ji“ genannt.

Der goldene Pavillon war ursprünglich kein Heiligtum, sondern die Residenz, die der dritte Ashikaga-Schogun Yoshimitsu (1358-1408) im Jahr 1397 errichtete. Der Pavillon wurde damals „Kitazama-Residenz“ genannt, weil er in dem Stadtbezirk “Kita-ku“ lag. Yoshimitsu wohnte in seiner Residenz, und er arbeitete auch gleichzeitig dort. Nach den Urkunden hat Yoshimitsu an diesem Ort Feste gefeiert und sogar den Kaiser empfangen.

Yoshimitsu gab seine öffentlichen Pflichten im Alter von 37 Jahren auf, um Priester zu werden. Er überliess seinem Sohn Yoshimochi den Thron, aber Yoshimitus behielt in Wirklichkeit die Macht. Die Residenz hätte Yoshimitsu weiter als Altersruhesitz dienen sollen.

Aber noch bei Lebzeiten Yoshimitsus hat ein Zenpriester namens Soseki Yoshimitsu vorgeschlagen, die Residenz nach seinem Tod in einem Tempel umzuwandeln, mit Soseki selbst als Abt. Nachdem Yoshimitsu gestorben war, baute Yoshimochi daher diese Residenz in einen Zen-Tempel der Rinzai-Schule um.

Während der sogenannten Onin-Kriege (1467-1477) wurde der Tempel als Feldlager benutzt und die meisten Gebäude wurden niedergebrannt.

Im Jahr 1950 wurde der Pavillon durch Brandstiftung eines eifersüchtigen buddhistischen Mönchs zerstört, (Über diesen Fall hat ein bekannter Schriftsteller, Yukio Mishima einen Roman geschrieben, der auch im Westen berühmt wurde: „Der goldene Pavillon“) aber der Pavillon wurde 1955 wieder detailgetreu aufgebaut. Man vermutet, dass erst von diesem Zeitpunkt an der Pavillon mit Blattgold bedeckt wurde. Seit 1994 gehört der Pavillon zum Weltkulturerbe.

 

Der Pavillon

Der Pavillon hat einen Pfahlbaukonstruktion, die in den Teich hinausragt. Jedes der drei Stockwerke hat einen anderen architektonischen Stil.

Das Erdgeschoss ist im Palaststil Shinden-zukuri entworfen, den man in der Heian-Ära (794-1191) oft verwendete. Es diente dem Shogun als private Residenz. Der erste Stock wurde im Stil der Samurai-Residenzen der Kamakura-Ära (1192-1333), Buke-zukuri, gebaut. Der Raum diente dem Empfang von Gästen des Shogun oder zu seiner Unterhaltung. Der zweite Stock repräsentiert mit seinen Bogenfenstern den chinesischen Zen-Stil. Das Stockwerk war religiösen Zwecken vorbehalten. Mit Blattgold überzogen sind nur das erste und zweite Stockwerk. Das elegante Dach wurde von einem Bronze-Phönix gekrönt. Obwohl alle Stockwerke andere Baustile haben, harmonieren sie überraschend gut miteinander.

 

Der Garten

Der Berg Kinugasa ist im Hintergrund des Wandelgartens zu sehen. Der See vor dem Kinkaku-ji, der sogenannte „Spiegelsee“ bringt die Schönheit des Pavillons mit seinem Spiegelbild zur Geltung. In dem See wurden ein paar Inseln und schön geformte Felsen verteilt.

Das Teehaus, auf der anderen Seite des Sees wurde 1874 restauriert. Das Teehaus heißt „Sekka-Tei“, es ist drei Tatami-Matten gross. Vom Teehaus aus geniesst man den schönsten Anblick des Kinkaku am Abend. In seiner harmonischen Gestaltung gilt der Garten als ein hervorragendes Beispiel für die Gartenkunst der Muromachi-Ära (1392-1573) aus. 

 

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© Yumetabikoubou

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