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Kamakura

Die Kamakura-Zeit (1185 – 1333)

Nach einer Zeit der Machtkämpfe am Kasierhof gelang es Yoritomi aus der Minamoto-Familie sich schließlich gegen die Familie der Taira durchzusetzen. Aus Dankbarkeit und als Anerkennung verlieh der Kaiser 1192 Yoritomi daraufhin den aus der Nara-Zeit stammenden Titel sei-i-tai-shogun (wörtlich: General zur Vertreibung der Barabaren, kurz: Shogun). Minamoto erhielt damit die höchste Militärgewalt im ganzen Land.

Das von ihm etablierte Regierungssystem wurde als Bakufu bekannt. Die japanischen Provinzen wurden teilautonom unter den neuen „Protektoren“, die Vorgänger der späteren Daimyō. Die Protektoren wurden hauptsächlich aus mächtigen Familien der Provinzen ausgewählt, oder der Titel wurde nach einer erfolgreichen Schlacht einem General und seiner Familie verliehen.

Obwohl sie selbständig über ihr Territorium herrschten, waren sie durch ihre Gefolgstreue gegenüber dem Shōgun in der Theorie der Zentralregierung unterstellt.Minamoto no Yoritomo verlegte den Regierungssitz nach Kamakura, das in der Nähe des heutigen Tokio liegt. Dadurch wollte er sicherstellen, dass der Einfluss des Hofes (in Kyoto) auf seines Gefolgsleute nicht zu groß wurde. Mit Yoritomo lag die Regierungsgewalt klar in den Händen des Kriegsadels. Dieser einschneidende Wechsel in der Geschichte wird als der Übergang vom Altertum ins Mittelalter verstanden.

Yoritomo wurde schon früh von den Hôjô aufgenommen und heiratete Hôjô Masako, die Tochter von Hôjô Tokimasa. Yoritomo stirbt 1199, worauf die Macht der Hojo, steigt. Nach einem Konflikt mit dem Kaiserhof werden die kaiserlichen Truppen von den Hōjō unter der Führung von Hojo Tokimasa vernichtet. Es beginnt eine neue Zeit des inneren Friedens. Die Hōjō entscheiden hinter den Kulissen die kaiserliche Rangfolge.

In den Jahren 1274 und 1281 wehrten die Shogune im Nordwesten Kyushus zwei Invasionsversuche der Mongolen ab. Zweimal wird dabei die von Koreanern gebaute mongolische Flotte von Taifunen vernichtet. Der Legende nach sind diese Winde von den Göttern gesandt, daher der Name Kamikaze, allerdings wird nur der zweite Sturm als Kamikaze bezeichnet. Die Samurai forderten eine Belohnung für ihren Dienst, was jedoch nicht oder nur in geringem Umfang vom Shogunat gewährtt werden konnte, da bei der Verteidigung des Landes kein Gewinn durch Landeroberung oder Kriegsbeute abfiel. Zudem forderten viele Sekten des Buddhismus Zuwendungen, da sie den vorteilhaften Götterwind auf ihr Lesen von Sutren zurückführten.

Die Mongolen-Angriffe trugen indirekt zum Niedergang des Kamakura-Shogunats bei. Auf Provinzebene kam es dabei schon seit längerer Zeit zu Machtverschiebungen. Die hohen Kosten, die für die Verteidigung des Landes ausgegeben werden musste, trugen massiv zur Unzufriedenheit bei.

 

© Yumetabikoubou

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Minamoto no Yoritomo war Japans erster Shogun. Er schlug sein Hauptquartier in Kamakura auf.

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