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Horyu-ji

Der Horyuji-Tempel

Der Horyuji-Tempel, der Anfang des 7. Jahrhunderts gegründet worden war, gilt als der älteste Holzbau der Welt. Er entstand lange bevor die Hauptstadt in Nara errichtet wurde. „Horyu“ bedeutet in etwa „erhabenes Gesetz“.

Die Entstehungsgeschichte des Horyuji-Tempels ist sowohl auf der Rückseite des Heiligenscheins der Yakushi- Nyorai (Bhaisajyaguru) Statue als auch im Horyuji-Bestandverzeichnis, das im Jahr 747 veröffentlicht wurde, zu lesen.

Die Yakushi-Nyorai Statue ist in der Goldenen Halle, auf der Ostseite zu sehen. Laut der auf der Rückseite eingravierten Beschreibung, legte der erkrankte Kaiser Yomei (? – 587) das Gelübde ab, einen Tempel und eine Buddhastatue als Bitte für seine Genesung zu errichten. Da er jedoch frühzeitig verstarb, konnte er sein Versprechen nicht mehr erfüllen. Der Sohn des Kaiser Yomeis, der berühmte Shotoku Taishi (Prinz Shotoku) (574-622) übernahm die Errichtung des Tempels, und er baute mit Hilfe von Kaiserin Suiko (554-628) den Wakakusa-dera und er stellte eine Yakushi- Nyorai Statue um 607 auf. Der Wakakusa-dera wird als der Vorläufer des Horyuji-Tempels betrachtet.

In der ältesten japanischen Chronik, dem „Nihon-shoki“(720) steht geschrieben, dass der Horyuji-Tempel in der Nacht des 30. Aprils 670 völlig abbrannte. Unter Historikern wurde dieser Bericht über den Brand und die damalige Zerstörung aller Gebäude des Horyuji-Tempels lange in Zweifel gezogen. Heute ist man sich jedoch darüber einig, dass der ursprüngliche Tempel, den Shotoku Taishi errichtet hatte, im Jahr 670 in der Tat ein Opfer der Flammen geworden war und an seiner Stelle der jetzige Horyuji-Tempel errichtet wurde.

Man vermutet, dass die Goldene Halle (Kondo) um 690, als das erste Gebäude auf der Tempelanlage fertig gestellt worden war und die fünfstöckige Pagode (Gojyu-no-To), das Mittlere Tor (Chumon), die Kreuzgang-Galerie (Kairo) nach und nach in dieser Reihenfolge erbaut wurden.

Nach der Beschreibung im Horyuji-Bestandverzeichnis war die Vollendung der Skulpturengruppe in der Pagode und der Nio Figuren im Mittleren Tor 711 fertig. Alle verfügbaren Informationen belegen, dass der sämtliche Westbezirk (Saiin Garan), außer der Großen Vortragshalle, im 711 genau so aussahen wie heute.

Der Horyuji-Tempel besteht aus zwei Teilen, dem Westbezirk und dem Ostbezirk (Toin Garan). Im Westbezirk befinden sich das Mittlere Tor, die Goldene Halle, die fünfstöckige Pagode, die Große Vortragshalle (Daikodo) und die Kreuzgang-Galerie. Im Ostbezirk findet man die Halle der Visionen (Yumedono).

Die ganze Tempelanlage erstreckt sich auf einem Gebiet von etwa 187000 Quadratmetern. Es gibt über 2300 wichtige und historische Bauwerke und Gegenstände, von denen fast 190 als Nationalschätze oder wichtige Kulturgüter eingestuft wurden.

Im Dezember 1993 wurde der Horyuji-Tempel als eine weltweite Schatzkammer der buddhistischen Kultur unter den Denkmalschutz der UNESCO gestellt. Der Horyuji-Tempel ist dadurch auch als das erste japanische Kulturerbe bekannt, das auf die Liste der UNESCO eingetragen wurde.

Das Nandaimon-Tor (großes Südtor )

Wenn man den Horyuji-Tempel besucht, nähert man sich der Anlage von Süden. Das Nandaimon-Tor (südliches Haupttor) ist das erste Gebäude des Tempels, das ins Auge sticht. Das Tor wurde 1438, nachdem es zerstört worden war, in der Muromachi-Zeit wiederaufgebaut. Hinter dem Nandaimon-Tor führt der Weg geradeaus auf das Mittlere Tor des Westbezirks zu. Kleine Gebäude und mit Ziegeln bedeckte Mauern säumen den Weg. Auf der rechten Seite des Weges wurde der Rest der Anlage des ursprünglichen Wakakusa-dera entdeckt. Der jetzige Eingang zum Westbezirk befindet sich seitlich vom zweistöckigen Chumon-Tor.

 

Das Chumon-Tor (das Mittlere Tor)

Mit dem niedrigen Dachüberhang, dem kunstvoll verzierten Geländer, den Säulen, die sich nach oben verjüngen und den zwei Wächterfiguren, weist das Mittlere Tor, Chumon-Tor eine Besonderheit der buddhistischen Architektur in der Asuka-Zeit auf.

Die beiden Wächterfiguren, die ältesten Tonfiguren Japans, entstammen aus dem 8. Jahrhundert. Die Figur, die vom Betrachter aus auf der rechten Seite steht, ist Ungyo, mit schwarzer Haut, der Verteidiger der Nacht. Seine zusammengebissenen Zähne stellen den Laut „Un“ dar. Auf der linken Seite steht Agyo, mit roter Haut, Beschützer des Tageslichts. Sein offener Mund spricht ein „A“ aus.

 

Kairo (die Kreuzgang-Galerie)

Von beiden Seiten des Chumon-Tors erstreckt sich die Kreuzgang-Galerie, die mit grazilen Gitterfenstern verziert ist. Diese Kreuzgang-Galerie umschließt mitsamt dem Daikodo, der Großen Vortragshalle, den Hauptteil des Westbezirks und ist ein Sinnbild für die Grazie der Architektur in der Asuka-Zeit.

Kondo (die Goldene Halle)

In der Goldenen Halle werden die Statuen, denen der Horyuji-Tempel geweiht ist, ausgestellt. Die Bronzestatue, die in der Mitte platziert ist, ist Shaka-Buddha (Sakyamuni). Auf der Rückseite seines Heiligenscheins ist die Herkunft dieser Statue zu lesen: Shotoku Taishi und seine Gattin waren im Jahr 622 kurz hintereinander verstorben. 623 ließ Kaiserin Suiko den Berühmten Bildhauer Tori eine Shaka-Statue, in der gleichen Größe wie Shotoku Taishi machen, zu Ehren von ihm und seiner Frau. Kaiserin Suiko wollte Shotoku Taishi dadurch die Wiedergeburt im Paradies verwirklichen.

Nach der Beschreibung im „Nihon-shoki“ war der Großvater Toris auch ein sehr berühmter Bildhauer, der aus China nach Japan eingewandert war. Der Großvater wurde als der erste ausländische Künstler betrachtet, der die Technik und den Stil Chinas und Koreas nach Japan importiert hatte. Tori war selbst auch ein sehr begabter Bildhauer, dem noch andere erhaltene Werke zugeschrieben werden.

Auf der rechten Seite der Shaka-Statue steht eine Bronzestatue von Yakushi-Nyorai (Bhaisajyaguru). Sie wurde zu Ehren des Kaisers Yomei erschaffen. Man sagt, sie stammt aus der gleichen Zeit wie die Shaka-Statue und in der Inschrift auf der Rückseite steht zwar, dass die Statue 607 von Tori gemacht wurde, aber das wird bezweifelt. Manche Historiker glauben vielmehr, dass die Statue aus einer späteren Zeit stammt.

Auf der linken Seite der Shaka-Statue findet man eine sitzende Statue von Amida-Nyorai (Amitabha), auch aus Bronze, die zu Ehren der Kaiserin Anahobe no hashihito, der Mutter von Shotoku Taishi errichtet worden war. Diese Statue stammt aus der Kamakura-Zeit. Um diese heiligen Statue vor dem Bösen zu schützen, werden die vier himmlischen Wächter, die Sitenno, in allen Ecken platziert. Diese hölzerne Statuengruppe stammt aus der Mitte des 7. Jahrhunderts. Damit werden sie als die ältesten Himmelskönig-Statuen Japans betrachtet.

Während in späteren Zeiten die himmlischen Wächter immer sehr kräftig und abschreckend dargestellt wurden, sehen diese Wächter in der Goldenen Halle vergleichsweise ruhig und friedfertig aus.

Außerdem sind in der Goldnen Halle die stehenden Holzfiguren von Kichijoten(Srimahadevi), der Göttin des guten Schicksals, und Bishamonten (Vaisravana), dem Gott des Krieges und Schützer der Nation zu sehen.

Was man in der Goldenen Halle nicht übersehen darf, sind die Decke über dem Altarpodest und die Wandmalereien. Auf der Decke wurden fliegende Himmlische Wesen und ein Phönix aus einer Fantasiewelt dargestellt, die einen westlichen Ort in China darstellen soll. Die berühmte Wandmalerei stammt aus dem 7. Jahrhundert. Sie stellt verschiedene Paradiese dar, in denen die jeweiligen Buddhas residieren sowie verschiedene Bodhisattvas. Das Bild wurde leider 1949 durch ein Feuer weitgehend zerstört.

Heute ist ein Ersatzbild, das vollständig rekonstruiert wurde, zu sehen.

 

Gojyu-no To (die fünfstöckige Pagode)

Neben der Goldenen Halle befindet sich eine Pagode. Pagoden wurden erbaut, um Reliquien des Buddhas, besonders seine Gebeine aufzubewahren. Damit werden Pagoden als das wichtigste und heiligste Bauwerk auf der Tempelanlage betrachtet. Die fünfstöckige Pagode des Horyu-ji Tempels wurde wie die Goldene Halle in der Asuka-Zeit erbaut, und sie ist damit die älteste fünfstöckige Pagode Japans. Ihre Höhe beträgt 31,5 Meter (über dem Sockel). Die einzelnen Stockwerk haben unterschiedliche, nach oben hin abnehmende Höhen. Das Erdgeschoss ist fast doppelt so hoch wie das oberste Stockwerk. Dadurch entseht der Eindruck perfekter Proportionen. Die überdachte Vorhalle im Erdgeschoss wurde in einer späteren Zeit zugefügt.

Im Erdgeschoss ist eine Sammlung von Tonstatuen aus dem Jahre 711 untergebracht. Sie stellen folgende Szenen dar;

Im Norden: Der Eingang Buddhas ins Nirvana. Um von Buddha Abschied zu nehmen, versammeln sich seine Schüler und viele göttliche Wesen des buddhistischen Tempels.

Im Osten: Eine Szene aus dem Yuma-Sutra. Yumakaji (Vimalakirti), ein reicher Geschäftsman und gleichzeitig ein buddhistischer Weiser sitzt Monju-Bosatsu (Manjusri) gegenüber. Sie führen ein Gespräch miteinander. Um die beiden versammeln sich Menschen, die den beiden ruhig und konzentriert zuhören.

Im Süden: Die Predigt des Miroku-Bosatsu (Maitreya).

Im Westen: Nachdem Buddha verstorben ist, wird sein Leichnam verbrannt und seine Gebeine werden verteilt.

 

Daikodo (die große Vortragshalle)

Hinter der Goldenen Halle und der Pagode befindet sich ein großes Bauwerk, der Daikodo, die Große Vortragshalle. Diese Vortragshalle hat die Funktion eines Studierorts für Mönchen oder er wird für Gedenkfeiern genutzt.

Bei der ursprünglichen Errichtung des Horyu-ji Tempels gab es diese Halle noch nicht. Erst in der Heian-Zeit, etwa am Ende des 7. Jahrhunderts wurde die erste Vortragshalle, außerhalb der Umfassungsmauern erbaut. 925 wurde aber diese Halle samt dem Glockenturm durch einen Blitz zerstört. Im Jahr 990 wurde die Halle am jetzigen Ort wiederaufgebaut. In dieser Halle befinden sich die Yakushi-Dreiergruppe, Buddha in der Mitte, flankiert von Nikko-Bostsu (Suryagrabha), Gakko-Bosatu (Candraprabha), und die vier himmlischen Wächter. Alle Statuen wurde ebenfalls 990 geschaffen.

 

Kyozo (die Sutrabibliothek)

Auf der linken Seite der Großen Vortragshalle befindet sich der Kyozo, die so genannte Sutra-Bibliothek. Ursprünglich wurde dieses Gebäude zum Zweck der Sutras Aufbewahrung errichtet. Heute ist eine sitzende Statue von einem Mönch aus Korea, Kanroku, zu sehen. Es wird gesagt, dass dieser Mönch aus dem Peakche-Königreich (frühes 4. Jahrhunderts bis Mitte 7. Jahrhunderts) stamme und die Astronomie und Geographie nach Japan eingeführt haben solle. Diese Statue stammt aus der Heian-Zeit.

 

Shoro (der Glockenturm)

Auf der rechten Seite von der Großen Vortragshalle ist der Glockenturm. Die Glocke, die in diesem Turm hängt, stammt aus der Hakuho-Zeit (zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts bis Anfang des 8. Jahrhunderts). Ihr Klang hallt immer noch unverändert wider.

 

Kami-no-Mido (inneres Heiligtum)

Im Norden von der Großen Vortragshalle, außerhalb der Umfassungsmauer, befindet sich Kami-no-Mido, das Innere Heiligtum. Nach der Legende wurde der Vorläufer dieser Halle auf Wunsch von Toneri Shinno( 676-735), der Prinz vom Kaiser Temmu erbaut. Das jetzige Bauwerk stammt jedoch aus der Kamakura-Zeit. In diesem Gebäude sind eine Sakyamuni-Dreiergruppe aus der Heian-zeit und die vier himmlischen Wächter aus der Muromachi-Zeit zu sehen.

 

Saien-do (die westliche Rundhalle)

In der nordwestlichen Ecke des Westlichen Bezirks, außerhalb der Umfassungsmauer, liegt eine Rundhalle. Ihre Form ist in Wirklichkeit aber achteckig. Nach der Überlieferung hat ein berühmter Mönch aus der Nara-Zeit, Gyoki (668-749) das ursprüngliche Gebäude auf Wunsch der Dame Tachibana errichtet. Das gegenwärtige Gebäude wurde in der Kamakura-Zeit wiederaufgebaut. Diese Halle enthält eine sitzende Statue von Yakushi-Nyorai. Diese Statue ist das älteste Werk einer Trockenlack-Figur, die in der Nara-Zeit geschaffen wurde.

 

Shoryoin (die Halle von Shotoku Taishis Seele)

Im Osten und Westen außerhalb der Kreuzgang-Galerie befinden sich jeweils eine lange und schmale Halle. Ursprünglich dienten diese Hallen als Quartiere der Mönche. Sie stammen aus dem 7. Jahrhundert und sind damit die ältesten ihrer Art. In der Kamakura-Zeit, 1284, als der Kult um Shotoku Taishi seinen Höhepunkt erreicht hatte, wurde das Südende des Östlichen Quartiers zur Halle von Shotoku Taishis Seele, Shoryoin, umgebaut. Eine Statue von Shotoku Taishi, die aus dem Ende der Heian-Zeit stammt, ist dort zu sehen.

 

Daihozoin (die Galerie der Tempelschätze)

Zwischen dem Westlichen Bezirk und dem Östlichen Bezirk (vom Westlichen Bezirk aus, liegt es auf der linken Seite) befindet sich ein ziemlich neues und modernes Gebäude, der Daihozoin (Galerie der Tempelschätze). Diese Galerie wurde erst im Jahr 1998 neu errichtet, um zahlreiche Tempelschätze aufzubewahren.

 

Zum Beispiel:

Kudara-Kannon- (National Schatz)

Diese 2,09 Meter hohe Holzstatue stammt aus der Asuka-Zeit, der Mitte des 7. Jahrhunderts. Ursprünglich wurde sie in der Goldenen Halle, in deren hinteren Teil ausgestellt. Die Herkunft dieser Statue ist unbekannt. Im Horyuji- Bestandverzeichnis aus dem Jahr 747 findet man keine Erwähnung über diese Statue. Auch in dem ausführlichen Bestandverzeichnis, das Ende des 11. Jahrhunderts erstellt worden war, gibt es keine Beschreibung über sie. Erst in dem Bestandverzeichnis, das 1698 fertig gestellt wurde, wird diese Statue erwähnt. Nach der Beschreibung, stammt sie ursprünglich aus Indien und wurde über Kudara (der koreanische Paekche-Königreich) nach Japan gebracht. Japan hatte bis ins 7. Jahrhundert eine Kolonie in diesem Königreich. Man vermutet, dass die Statue ursprünglich zu einem anderen Tempel gehörte, und irgendwann zwischen dem Ende des 11. Jahrhunderts und dem Jahr 1698 zum Horyu-ji Tempel gebracht wurde.Bis Anfang der Meiji-Zeit wurde sie aber „Kokuzo-Bosatu“ genannt. Kokuzo-Bosatsu (Akasagebha) hat seit der Mitte der Meiji-Zeit den Beinamen „Kudara-Kannon“. Ihre schmale und lange Figur, mit einem kleinen Kopf ist ungewöhnlich für japanische Buddhastatuen und sie ist für ihre Schönheit weltweit bekannt.

 

-Yumechigai-Kannon-(National Schatz)

In Deutsch kann die Statue Traumverändernde-Kannon(Avalokitesvara) genannt werden. Der Name rührt von einer Legende her, dass sie einen Albtraum in einen guten und schönen Traum verwandeln kann. Diese Statue ist etwa 87 Zentimeter hoch, wurde aus Bronze hergestellt. Sie stammt auch aus der Asuka-Zeit.

 

-Tamamushi-Zushi-(National Schatz)

Dieser kleine Schrein stammt auch aus der Asuka-Zeit. Der mit koloriertem Lack schön gearbeitete Schrein gehörte Kaiserin Suiko, und sein Name kam von seiner ursprünglich schillernden Farbe. Das Tabernakel ist 2,26 Meter hoch, 1,36 Meter breit und 1,19 Meter hoch. (?) Seine Form verkörpert die damalige Schreinarchitektur. Zum Beispiel haben die gebogenen Firste mit den Firsten des Toshodai-ji Tempels eine große Ähnlichkeit.

 

-Hausalter der Dame Tachibana-(National Schatz)

Dieser kleine Schrein stammt aus der Nara-Zeit und gehörte der Dame Tachibana, der Mutter von Kaiserin Komyo. In diesem Hausalter ist eine Amida-Dreiergruppe zu sehen. Amida-Nyorai und seine zwei Begleiter sitzen auf den Lotosblüten, die sich vom Schreinboden, der einen Teich darstellt, erhoben. Der Hausalter der Dame Tachibana wurde ursprünglich mit Tamamushi-Zushi in der Golldenen Halle aufbewahrt.

 

Von der Galerie der Tempelschätze geht es zurück auf den breiten Weg und durch das große Osttor, Todaimon, das aus dem 8. Jahrhundert stammt, zum Östlichen Bezirk (Toin Garan). Auf dieser Anlage errichtete Shotoku Taishi 601 einen Palast (Ikaruga no miya). Im Jahr 739, nach dem Tod Shotoku Taishis baute ein hochrangiger Mönch, Gyoshin Sozu, einen Tempel zu Ehren von Shotoku Taishi auf.

 

Yumedono (die Halle der Visionen)

Das Herzstück dieses Bezirks ist die Yumedono, die Halle der Visionen. Diese Halle ist das älteste Beispiel eines achteckigen Baus in Japan. In dieser Halle befindet sich eine Kuze-Kannon Statue, die genau so groß sein soll wie Shotoku Taishi. (Asuka-Zeit).

„Guze“ bedeutet soviel wie „die Welt rettende“. Leider ist diese Statue außer an besonderen Tagen (nur zweimal im Jahr) der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Man sagt, die Statue bleibt deswegen bis zum heutigen Tag in einem perfekten Zustand, einschließlich der originalen Vergoldung erhalten. Um diese Kuze-Kannon herum werden ein paar Statuen ausgestellt, darunter Sho- Kannon Bosatsu, Heilige Avalokitesvara aus der Heian-Zeit, eine Trockenlack-Statue aus der Nara-zeit von Gyoshin Sozu und eine Tonfigur aus der Heian-Zeit von Dosen Risshi, dem Mönch der in der Heian-Zeit die Reparatur der Halle der Visionen beaufsichtigte. Die Halle der Visionen ist von einer Kreuzgang-Galerie und Raido (die Halle der Anbetung), die aus der Kamakura-Zeit stammt, umschlossen.

 

Shariden (die Reliquiar- Halle) und Eden (die Halle der Malereien)

Im Nordteil der Kreuzgang-Galerie befinden sich Shariden und Eden. In Shariden werden die Reliquen von Buddha aufbewahrt, die nach der Legende aus den Handflächen des zweijährigen Shotoku Taishis entsprangen, als er seine Hände zum Beten faltete.

In der Halle der Malereien wurde ursprünglich Malereien, die das Leben von Shotoku Taishi darstellten, aufbewahrt. Diese Werke wurden 1069 von Hata no Munesada auf Schiebetüren gemalt. Diese älteste Darstellung vom Leben Shotoku Taishis wurde aber im Jahr 1878 der kaiserlichen Familie geschenkt. Seit dieser Zeit ist in dem Gebäude eine andere Malerei, die das gleiche Motiv hat, aber aus der Edo-Zeit stammt, sehen.

 

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© Yumetabikoubou

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