Bild2a
BuiltWithNOF
Fushimiinari

Fushimi-Inari-Taisha

Der südlich der Stadt Kyotos liegende Schrein, Fushimi-Inari-Taisha, ist der Hauptschrein der über 30000 Inari-Schreine, die über ganz Japan verteilt sind.     Der älteste, berühmteste und am meisten besuchte Inari-Schrein, welcher beliebten Reis- und Sake-Gottheit geweihten wird, liegt in der Sake-Gegend von Fushimi.

Inari-Schreine werden normalerweise der Gottheit des Getreides (des Reises und der Nahrung) und des Wohlstands geweiht und der Fuchs gilt als deren Bote. Deswegen sind Inari-Schreine an den steinernen Fuchsfiguren sofort erkennbar, die mit ihrem roten Lätzchen Wache stehen. 

Der Überlieferung nach gründete Hata no Irogu im Jahr 711 auf Befehl vom Kaiser diesen Schrein. Der Ursprung des Glaubens geht aber auf viel frühere Zeiten zurück. In Nihon-Shoki (dem im Jahr 720 herausgegebenen Geschichtsbuch Japans ) gibt es über den Schrein eine Beschreibung.

Der Kaiser Kinmei (539-571) hörte in seinem Traum jemand sagen: Wenn du einen Mann, der Hata no Ootsuchi heißt, in ein Amt bestellen wirst, kannst du das Land ohne Problem beherrschen. Der Kaiser Kinmei schickte sofort seine Dienstmänner überallhin, um diesen Mann zu suchen und er fand ihn tatsächlich. Hata no Ootsuchi war der Ptriarch des Hata-Klans. Der Hata-Klan kam vermutlich aus dem jetzigen Korea nach Japan. Wegen ihrer Fähigkeit als Weber wurden die Mitglieder des Hata-Klans von der japanischen Regierung freundlich aufgenommen. Manche von ihnen übernahmen sogar hohe Ämter. Der Hata-Klan siedelte sich in Kyoto an und genoss seinen Reichtum und viele Freiheiten. Hata no Irogu, der Nachfolger des Hata-Klans, übte sich im Bogenschießen, indem er Reiskuchen als Ziel benutzte. Eines Tages, als er wie gewöhnlich einen Reiskuchen mit einem Pfeil durchbohrte, verwandelte der Reiskuchen sich in einem Schwan und flog weg. Dort, wo er den Schwan wieder fand, auf dem Gipfel eines Berges wuchs bald eine Reispflanze. Hata no Irogu bereute daraufhin, die Reiskuchen für seine Schießübungen zu benutzen. Er pflanzte diesen ersten Reis in seinen Garten um und er verehrte ihn für immer. Also gründete Hata no Irogu den Schrein am Fuß des Inari-Berges, wo er seine Schussübungen durchgeführt hatte. Ab dem Beginn der Geschichtsschreibung in Japan gehörte der Berg dem Hata-Klan. Der Inari-Berg ist 233 Meter über dem Meersspiegel hoch und er hat drei Gipfel. Er ist drei Göttern geweiht (Ugatama, Sadahiko, Omiya-no-me) jeweils einem Gipfel also. Ugatama vertritt die Götter, dem die Inari-Schreine geweiht werden. Ursprünglich war er bekannt als der Gott des Getreides oder der Landwirtschaft. Ugatama wird jetzt nicht nur als der Gott des Getreides, sondern auch als der Gott für gut gehende Geschäfte verehrt. Deswegen besuchen viele Geschäftsleute diesen Schrein, besonders am Neujahr, um für gute Geschäfte zu beten.

Woher kam das Wort Inari?

Das Wort auf Japanisch heißt: Reis tragende Reispflanze. Also kann der Ursprung des Wortes „Inari“ auf die Episode mit Hata no Irogu und dem Schwan zurückgehen. Interessanterweise ist mit dem Wort „Inari“ auch der Ausdruck „Fuchs“ assoziiert, der als der Bote des Inari-Gottes angesehen wird.

 

Ro-mon-Tor:

Das Tor vor dem Haubtgebäude heißt „Ro-mon“, es wurde im Jahr 1589 auf Befehl von Toyotomi Hideyoshi (1537-1598) aufgebaut. Auf einem Holzstück ist ein Gebet Hideyoshis zu erkennen.

Das Gebet lautet: Wenn der verehrte Gott meine Mutter von ihrer Krankheit heilen wird, bringe ich gern diesem Schrein ein erhebliches Landstück als Geschenk dar.

Vor dem Ro-mon-Tor stehen ein Paar Fuchsfiguren. Der Fuchs, der auf der rechten Seite vom Betrachter aus steht, hält einen Edelstein in seinem Mund und der Fuchs auf der linken Seite hat den Schlüssel, der die Leute zum Erfolg führt.

 

Das Hauptgebäude:

Das jetzige Hauptgebäude wurde im Jahr 1499, nach dem Onin-Krieg (1467-1477) wieder aufgebaut.

Der Baustil wird als „Ianari-Stil“ bezeichnet und prachtvolle Bildhauerkunst ist zu sehen. Das Hauptgebäude liegt am Fuß des Berges, aber der ganze Berg gilt als göttliches Gebiet.

 

Die tausend Torii-Tore:

Über den ganzen Berg verteilt in der Schreinanlage gibt es etwa 10000 Torii-Tore, die die Anhänger dieses Schreins stifteten. Besonders bekannt sind die Alleen aus tausenden von scharlachroten Torii-Toren. Die meisten Stifter sind Geschäftsleute. Auf der hinteren Seite der Tore sind die Firmen- oder die Geschäftsnamen zu sehen. Diese Tradition. Torde für den Schrein zu stiften, geht bis in die Edo-Zeit (1603-1867) zurück.

 

Okusha (Oku no in) :

Wenn man die bekannten Alleen der tausend Torii-Tore durchwandert, erreicht man schließlich das Gebäude.

Von hier aus kann man alle drei Gipfel des Inari-Berges überblicken.

Auf der rechten Seite des Gebäudes befindet sich eine steinerne Laterne. Man sagt, wenn man vor dieser Laterne zu Gott um die Verwirklichung seines Wunsches betet und dann den Kopf der Laterne erhebt, merkt man sofort, ob sein Wunsch erfüllt wird oder nicht. Wenn der Kopf der Laterne sich leichter als gedacht anfühlt, wird sein Wunsch sehr wahrscheinlich erfüllt und wenn der Laternenkopf sich unerwartet schwer anfühlt, wird der Wunsch schwer erfüllt.

Von hier aus kann man eine etwa 4 Kilometer lange Wanderung genießen, die man in etwa 2 Stunden schaffen kann. Auf dem Wanderweg besucht man alle drei Gipfel und etwa 10000 Gräber und 10000 Torii-Toren.

Am Uma no hi im Februar, dem japanischen Tag des Pferdes, wird ein Fest, Hatsuuma-Matsuri ausgerichtet. Am Uma no hi im Februar 711 wurde der Hauptgott dieses Schreins zum ersten Mal verehrt.

 

zurück

© Yumetabikoubou

Fushimi_Inari_neu1
Fushimi_inari_neu3
Fushimi-Inari_neu2
[Home] [Themen] [Kultur] [Geschichte] [Reisen] [Reiseziele] [Travelservice] [Service] [Kontakt] [Impressum]