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Daitoku-ji

Daitoku-ji

Der Daitoku-ji ist der Haupttempel der buddhistischen Rinzai-Zen Schule.Im Jahr 1319 baute der Mönch Daito Kokushi (1282-1337) an dem Ort, wo der Daitoku-ji heute liegt, eine kleine Klause. Sie war der Ursprung dieses Tempels. Die Tempelanlage wurde im Jahr 1325 angefangen. 1334 wurde der Daitoku-ji vom Kaiser Godaigo zu den Fünf Großen Tempeln in Kyoto befördert. (Die Fünf Großen Tempel in Kyoto änderten sich. Jetzt gehören dazu: Tenryu-ji, Sokoku-ji, Kennin-ji, Tofuku-ji, Manju-ji). Nachdem die Familie Ashikaga die Macht ergriffen, wurde der Daitoku-ji nicht mehr so hoch geachtet und von Yoshimitsu in seinem Rang herabgesetzt. Danach stand er als ein Zen-Übungsort vielen Adligen, Daimyos, Geschäftsleuten und Kulturmenschen offen.

Ein Brand, aus dem Jahr 1453 und der Onin-Krieg (1467-1477) zerstörten die ursprüngliche Tempelanlage.

Der bekannte Mönch Ikkyu (1394-1481), der damalige Hauptpriester des Daitoku-ji, verbündete sich mit erfolgreichen Geschäftsleuten und Teemeistern in Sakai (dem heutigen Osaka). Sie unterstützten ihn, beim Wiederaufbau des Tempels. Unter Ikkyu praktizierten Murata Juko (der Gründer von „Wabicha“), Takeno Joo und Sen no Rikyu ihre Zen-Übungen in diesem Tempel. Ausserdem entwickelte sich eine bedeutende Schule der Tuschmalerei im 15. Jahrhundert, die Tosa-Schule.

Der Daitoku-ji hatte seine Hochphase zur Zeit Oda Nobunagas und Toyotomi Hideyoshis. Als Oda Nobunaga im Jahr 1582 starb, führte Hideyoshi die Totenfeier für ihn in der Tempelanlage durch.

Sowohl Hideyoshi als auch seine Nachfolger besuchten den Tempel, um Zen-Übungen durchzuführen Dadurch spielte der Daitoku-ji seit Mitte des 16. Jahrhunderts eine zentrale Rolle für alle Teemeister.

Zur Zeit Hideyoshis wurde viele kleinen Untertempel von den Daimyos auf dem Tempelgelände erbaut, die meistens als Mönchsklausen dienten. Jetzt gibt es immer noch 21 Zweigtempel in der Tempelanlage, die meisten stammen aus dem 16. und 17. Jahrhunderts. Die vier Zweigtempel kann man das ganze Jahr über besuchen. Die anderen Untertempel werden einmal pro Jahr, am zweiten Sonntag im Oktober geöffnet. In der Tempelanlage gibt es unzählige Kulturgüter (Gebäude, Gärten, Gemälde, Tee-Utensilien und Schriftrolle oder Handschriften aus China), die hauptsächlich aus der Azuchi-Momoyama Zeit stammen. 

Eine Geschichte, die den Daitoku-ji besonders bekannt machte, hängt mit dem erzwungenen Selbstmord Sen-no-Rikyus zusammen. Dabei spielt das so genannte „San-mon“-Tor, durch das man den Tempel betritt, eine zentrale Rolle. Im Jahr 1529 wurde das Tor durch den bekannten Renga-Dichter, Socho, in Gedenken an Ikkyu gestiftet. Da das Geld leider nicht ausreichte, wurde nur das Ergeschoß fertig gestellt. 1589 wurde das Tor mit der Hilfe Rikyus vergrößert und das Obergeschoss zu Ende gebaut. Anlässlich der Vollendung wurden zwei wichtige Statuen aufgestellt, eine Statue des Shaka-nyorai und eine Rakan-Figur. Sen-no-Rikyu soll zudem eine dritte Statue errichtet haben, die ihn selbst darstellte. Das schien Hideyoshi sehr missfallen zu haben. Denn wollte man den Tempel betreten, mussten man nun stets unter der Figur Sen-no-Rikyus hindurch gehen. Hideyoshi empfand dies als Demütigung.

Im Obergeschoss des Tors kann man auch eine wunderschöne Decke bewundern. Diese Decke trägt den Namen „Kagami-Tenjo“ (was man auf Deutsch als „Spiegeldecke“ übersetzen könmnte) In Zen Tempeln ist diese Art Decke oft zu sehen. Die Decke besteht aus völlig glatten Holzbrettern. Darauf ist ein Drachenbild von Hasegawa Tohaku (1539-1610), einem bekannten Maler in der Momoyama-Zeit, zu sehen.

Der Raum, in dem der Teemeister Rikyu Seppuku beging (Jurakudai) sowie sein Grab (auf dem Gelände des Juko-in) befinden sich ebenfalls in der Anlage des Daitoku-ji. Ende März, am 27. und am 28. jedes Jahres wird sein Todestag gefeiert, und viele Teeleute besuchen den heiligen Ort zu Ehren des größten Teemeisters Japans.  

 

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© Yumetabikoubou

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