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Ablauf

Der Ablauf der Teezeremonie

Die Vorbereitung

  • Der Gastgeber setzt sich rechts neben das Gebrauchtwassergefäß. Seine Knie sollen in der gleichen Höhe mit dem Wassergefäß platziert werden. Die Gäste, die durch Nijiri-Tür herein kommen, nehmen ihre Plätze auf dem Boden ein.
  • Der Gastgeber nimmt die Teeschale zuerst mit seiner linken Hand dann mit seiner rechten Hand. Er setzt sie ca. 20 Zentimeter vor seinen Knien ab.
  • Er nimmt als nächstes den Pluvertee-Behälter und setzt ihn zwischen Teeschale und Knie. Kurz darauf reinigt er den Behälter mit einem seidenen Tuch, das er im voraus an seiner Hüfte, an seinem Obi (dem Gürtel für Kimonos) gehängt hatte. Er setzt den Behälter erneut zwischen Kohlenbecken und Frischwassergefäß.
  • Er nimmt den Bambusteelöffel, reinigt ihn und legt ihn auf dem Behälter ab.
  • Er nimmt den Teebesen aus der Teeschale heraus, und setzt ihn zwischen Kohlenbecken und Pluvertee-Behälter.
  • Er nimmt mit seiner rechten Hand das Leinentuch aus der Teeschale heraus und legt es auf den Deckel des Kessels.
  • Er rückt die Teeschale näher zu sich heran und nimmt den Schöpflöffel mit seiner rechten Hand, greift ihn aber sofort mit der linken Hand, während er mit der rechten Hand den Deckel des Kessels abhebt und absetzt.
  • Er schöpft mit dem Schöpflöffel heißes Wasser (etwa 90 Grad) aus dem Kessel, (in diesem Moment sollen seine rechte Hand und der Schöpflöffel eine gerade Linie bilden) und er gießt das heiße Wasser in die Teeschale, um sie zu erwärmen. Er schwenkt die Teetasse und kippt das Wasser aus.
  • Er nimmt den Teebesen und tunkt ihn ins Wasser. Um ihn geschmeidig zu machen, drückt er den Teebesen an die innere Wand der Teeschale.
  • Er nimmt die Teeschale mit der linken Hand und gießt das Wasser in das Gebrauchtwassergefäß. Mit der rechten Hand mit dem Leinentuch reinigt er die Teeschale. Er legt das Leinentuch auf den Deckel des Kessels.
  • Er bietet den Gästen ein kleines Stück Süßigkeit. Dabei sagt er: „Dozo okashi o“(„Bitte nehmen Sie dieses Stück Süßigkeit“)

Teemachen 

  • Der Gastgeber nimmt den Behälter für den Pluverttee und tut ihn mit dem Bambuslöffel in die Teeschale. (etwa 3 Löffel Tee sind die angemessene Dosierung für eine Person)
  • Kurz danach legt er den Löffel neben die Teeschale, dann nimmt er den Behälter selbst. Mit beiden Händen schüttelt und dreht er den Behälter, um nach Augenmaß die richtige Menge Tee für die Anzahl der Gäste in die Teeschale zu geben.
  • Er macht den Pluvertee in der Teeschale mit dem Teebambuslöffel eben, gießt heißes Wasser vom Kessel hinzu. Das Maß: zwei Zehntel der Teeschale für eine Person.
  • Er schlägt mit dem Teebesen den Tee schaumig. Ein Hinweis: Beim Schlagen soll man das Handgelenk unbedingt locker lassen. Mit schnellen Handbewegungen den Teebesen nicht nur gegen den Boden sondern auch die Wand der Teeschale schlagen. Die Spitze des Teebesens muss immer mit der Wand oder dem Boden der Teeschale in Berührung sein.
  • Er setzt die Teeschale auf seine linke Handfläche und dreht sie zweimal, um die Vorderseite dem ersten Gast zu anzubieten.
  • Er bietet den Tee zuerst dem Hauptgast. Er setzt die Teeschale vor ihn.

Teetrinken

  • Der Gast nimmt die Teeschale mit seiner linken Hand.
  • Er legt die Teeschale mit der Hilfe der rechten Hand auf seine linke Handfläche und bewundert sie kurz. Er dreht die Teeschale dreimal um 90 Grad zu sich (nach rechts) und nimmt schlürfend drei kleine Schlucke, wischt den Rand der Teeschale mit einer Serviette sauber und reicht die Teeschale weiter zu seinem Nachbarn. Diese Art des Teetrinkens, dass der Tee reihum weiter gereicht wird, nennt man „Suicha“, die Sen no Rikyu erfand. 

In den Teezeremonien wird grüner Pluvertee (Matcha) verwendet. Wenn die Teebäume neue Knospen treiben, verhüllt man sie mit Decken, um die Knospen vor der Sonne zu schützen. Man pflückt die Knospen, bedampft sie und lässt sie trocknen. Sind sie trocken, mahlt man sie im Mörser. Wenn diese Phase der Bearbeitung mit den Händen gemacht wird, kostet der Tee viel mehr als der, der von Maschinen bearbeitet wird. Im Allgemeinen wird gesagt, dass guter Tee im Gegensatz zu einem schlechten einen süßeren Geschmack hat. Der Tee muss trocken im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

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© Yumetabikoubou

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Die Position des Teegeschirrs im Sommer

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Die Position des Teegeschirrs im Winter

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